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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Russland lässt Disney-Märchen in die Kinos

08.03.2017

Moskau Das russische Kulturministerium hat die Freigabe des neuen Disney-Films „Die Schöne und das Biest“ trotz Protesten wegen einer schwulen Filmfigur genehmigt. Das Ministerium teilte der Nachrichtenagentur AP am Dienstag mit, dass es dem Streifen eine Vorführungslizenz mit einer Altersbeschränkung ab 16 Jahren gewährt habe.

Zuvor hatte der für seine extrem rechten Ansichten bekannte Abgeordnete Witali Milonow das Ministerium aufgefordert, den Film zu verbieten. In einem Brief, den die Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Samstag veröffentlichte, erklärte Milonow, dass der Streifen „offene und schamlose Propaganda der Sünde und sexuellen Perversion unter dem Deckmantel eines Märchens“ verbreite.

Zu den Filmfiguren gehört der Diener Le Fou, der Assistent des Schurken Gaston. Nach Angaben von Regisseur Bill Condon ist Le Fou „über seine Sexualität verwirrt“. Condon hat eine kurze Szene als einen „schwulen Moment“ beschrieben. Im US-Staat Alabama entschied ein Autokino, den Film wegen dieser Szene nicht wie geplant zu zeigen.

Milonow wurde im vergangenen Jahr in die Staatsduma gewählt. Er ist ein ehemaliger Lokalabgeordneter in St. Petersburg, der seine politische Karriere darauf aufgebaut hat, gegen Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen zu sein. 2013 hatte Russland ein vage formuliertes Gesetz verabschiedet, das „schwule Propaganda“ unter Minderjährigen verbietet. Muster dafür war ein Gesetz in St. Petersburg, dessen Autor Milonow war.

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RIA Novosti