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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Grammy-Gewinner: Sänger Sam Smith feiert besten Abend seines Lebens

10.02.2015

Los Angeles Große Bühne für einen Newcomer: Der Brite Sam Smith hat bei der Grammy-Verleihung abgeräumt. Der 22-Jährige gewann am Sonntagabend bei der Gala in Los Angeles insgesamt vier Trophäen. Sein gefühlvoller Titel „Stay With Me“ wurde Song und Aufnahme des Jahres, seine Platte „In The Lonely Hour“ gewann in der Kategorie Popgesangs-Album. „Das ist der beste Abend meines Lebens“, kommentierte Smith, der zudem zum Newcomer des Jahres gekürt wurde.

In der Kategorie des besten Albums musste sich der Brite allerdings überraschend dem US-Songwriter Beck geschlagen geben, der den Preis für „Morning Phase“ einheimste. 20 Jahre nach dem Erfolg seines Albums „Mellow Gold“ und dem Song „Loser“ konnte der 44-Jährige damit ein Comeback feiern. „Wir haben dieses Album so gut wie komplett bei mir zu Hause aufgenommen“, sagte der Musiker in seiner Dankesrede. „Ich möchte mich also bei meinen Kindern bedanken, die wir immer wach gehalten haben.“

Insgesamt wurden die goldenen Grammophone, die als die wichtigsten Musikpreise der Welt gelten, in mehr als 80 Kategorien verliehen. Abräumer Smith war gemeinsam mit dem Sänger Pharrell Williams und der Pop-Diva Beyoncé mit jeweils sechs Nominierungen bereits als Favorit in das Rennen um die Trophäen gegangen. Beyoncé, die in bodenlanger schwarzer Robe erschien, und Williams konnten schließlich jeweils drei Grammophone mit nach Hause nehmen. Über die Sieger entscheiden rund 13 000 Musikexperten aus der Branche.

Zudem traten bei dem von Rapper LL Cool J moderierten Spektakel in einer Mehrzweckhalle in Los Angeles zahlreiche Stars wie Kanye West, Madonna, Rihanna, Paul McCartney, Lady Gaga, Katy Perry und AC/DC auf. Unter den Gästen im Publikum waren Prominente wie Kim Kardashian, Ziggy Marley, Nicole Kidman, Keith Urban, Miley Cyrus, Paris Hilton, Beyoncé und Taylor Swift.

Grammy-Jubel auch in Deutschland: Einige der begehrtesten Musikpreise der Welt gingen auch an deutsche Nominierte. So gewann das Klassiklabel CPO aus dem niedersächsischen Georgsmarienhütte den Preis für die beste Opernaufnahme („La descente d“Orphée aux enfers“ des französischen Komponisten Marc-Antoine Charpentier). Das Label Deutsche Grammophon wurde am Sonntagabend für ein Album der US-Violinistin Hilary Hahn für die beste Kammermusikaufführung ausgezeichnet.

Zahlreiche andere deutsche Nominierte gingen allerdings leer aus. Der Osnabrücker DJ Robin Schulz, der mit „Waves“ für die beste Remix-Aufnahme nominiert war, wurde nicht ausgezeichnet. Schulz war mit der Bearbeitung des Songs, der eigentlich von dem niederländischen Rapper Mr. Probz stammt, bis auf Platz eins der deutschen Charts geklettert.

Auch der Northeimeer Tonstudio-Inhaber Günter Pauler und sein Toningenieur Hans-Jörg Maucksch, deren Aufnahmen mit der chinesischen Sängerin Song Zuying für das „Beste Surround-Sound-Album“ nominiert waren, bekamen keine Preise.

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