Oldenburg - Ganz schön bequem: Das war das Urteil der Gäste, die am Dienstagabend zu der offiziellen Einweihung des Erna-Schlüter-Foyers im Oldenburgischen Staatstheater gekommen waren und Platz genommen hatten. Schließlich erhoben sie sich dennoch, denn der Abend endete mit dem gemeinsamen Besuch des 3. Sinfoniekonzertes „Tod und Verklärung“ im Großen Haus.

Das linke Seitenfoyer des 1. Ranges des Großen Hauses trägt den Namen Erna-Schlüter-Foyer seit 2006 im Gedenken an die Sängerin, die unweit des Opernhauses, in der Gaststraße, aufwuchs.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde das Foyer erneuert und kommt nun in moderner Ausstattung daher. „Die Erna-Schlüter-Gesellschaft hat uns inhaltlich und finanziell engagiert unterstützt“, sagte Generalintendant Markus Müller. Er sei froh, dass durch dieses Foyer ein schöner Weg gefunden sei, Erna Schlüter zu präsentieren und im Gedächtnis zu behalten.

Auch Dr. Manfred Schmoll, Vorsitzender der Erna-Schlüter-Gesellschaft, freute sich über die gelungene Umsetzung und hofft, „dass das Foyer mit Leben erfüllt wird“.

Einer, der die Sopranistin niemals vergessen wird, ist Ummo Francksen. Der 92-Jährige kann sich noch gut daran erinnern, wie er kurz nach dem 2. Weltkrieg für eine Eintrittskarte für einen ihrer Auftritte in Oldenburg eine Nacht vor dem Theater in der Warteschlange verbrachte. Die neue Ausstattung findet er durchaus gelungen. „Auch die, die Erna Schlüter nicht kennen, werden durch die Gestaltung angesprochen“, so sein Urteil.

Maja Evans, 83, wählt ebenfalls lobende Worte: „Es lädt zum Zusammensitzen ein.“ Sie hatte einst in Hamburg zwei Jahre lang Gesangsunterricht bei Erna Schlüter und ist Gründungsmitglied der Gesellschaft.