SAGE - Sie tanzen auf dem Seil, trainieren mit „Pois“ und „Diabolos“ oder üben das Zaubern – die Kinder der Peter-Lehmann-Schule in Sage sind im Moment schwer beschäftigt. Seit drei Tagen bereiten sie sich für ihren großen Auftritt am Freitag im Zirkuszelt vor, wenn sie zwei Vorstellungen gestalten werden.
Das Zelt neben der Grundschule gehört dem Zirkus „Radieschen“ aus Oldenburg, der sich auf die Arbeit mit Kindern spezialisiert hat. „Wir kommen nicht mit einer fertigen Vorstellung“, erklärt die Zirkusdirektorin Ines Rosemann, „sondern wir helfen den Kindern dabei, den Traum vom Zirkus zu leben.“
Die Zirkuspädagogen und Artisten ließen die Grundschüler am Montag dazu erst einmal ausprobieren, was ihnen gut liegt, und so stellten sich die Kinder für Freitag ihr eigenes Programm zusammen. Sie werden dann als Zauberer, Artisten oder Clowns auftreten.
Die Lehrer der Peter-Lehmann-Schule wollten schon seit längerem ein solches Zirkusprojekt anbieten. Nachdem Schulleiterin Annegret Basten von dem Zirkus „Radieschen“ und seinem Konzept gehört hatte, fanden sich Sponsoren, die das Projekt unterstützten. Neben privaten Firmen, der Gemeinde und dem Bürgerverein Sage, Haast und Bissel waren es vor allem der Schulelternrat und der Freundeskreis der Schule, die das Projekt ermöglichten. „Ohne diese Unterstützung hätten wir das nicht machen können“, meint Schulleiterin Basten.
Seit Montag sind die Schüler nun dabei, ihre große Vorstellung vorzubereiten. In zwei Gruppen trainieren sie wechselweise täglich die Übungen, die sie am Freitag zeigen möchten. Daneben lernen sie in den Klassen aber auch viel über das Leben in einem Zirkus und basteln das Programm und die Eintrittskarten selbst. Annegret Basten freut sich über den Erfolg: „Die Kinder sind jeden Tag ganz konzentriert dabei. Es gab keinen, der nicht wollte.“
Langsam wird es für die Kinder nun ernst, und viele dürften vor der ersten Aufführung am Freitag schon gehöriges Lampenfieber haben. Um 10.30 Uhr geht es mit der Generalprobe los, bevor um 16 Uhr die Abschlussvorstellung stattfindet. Wahrscheinlich dürfte es dann sehr eng werden, und so bittet die Schulleiterin, auch die Generalprobe zum Besuch zu nutzen. Sie gleicht der Aufführung.
