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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Corona: Alle Blicke auf Theater-Labor gerichtet

13.08.2020

Salzburg Auch für Anna Netrebko wird es keine Ausnahme geben. Die russische Diva und ihr Ehemann Yusif Eyvazov, die bei den Salzburger Festspielen am 25. August ein Konzert geben sollen, müssen sich auf eine mögliche Corona-Infektion testen lassen – wie alle anderen Künstlerinnen und Künstler, die weder Abstandsregelungen noch Maskenpflicht einhalten können.

Die ganze Kulturwelt blickt in diesem Sommer nach Salzburg. Und es dreht sich diesmal nicht alles um die Kunst. Beinahe noch wichtiger ist die Art und Weise, wie das größte und bedeutendste Musik- und Theaterfestival der Welt mit der Corona-Pandemie umgeht. „Bei uns fragen zahlreiche Kulturinstitutionen an, wie wir die Hygienemaßnahmen umsetzen, die einen Ausbruch verhindern sollen“, sagt Lukas Crepaz.

Er ist als kaufmännischer Direktor der Festspiele auch für das umfangreiche „Sicherheits- und Präventionskonzept“ zuständig, das in diesem besonderen Jahr den Kunstgenuss überhaupt erst möglich macht. Ob es funktioniert hat, wird man nach Ende der Festspiele am 30. August wissen.

Gewitter zur Premiere

Ganz zu Beginn der Festspiele, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern, hielten die Verantwortlichen für einen Moment den Atem an. Am ersten Augustsonntag lief abends schon der Einlass für den Festspiel-Dauerbrenner „Jedermann“ auf dem Salzburger Domplatz, als plötzlich ein Gewitter aufzog. In Windeseile wurde die Premiere ins Große Festspielhaus verlegt.

Das ist nichts Ungewöhnliches, doch diesmal musste alles besonders schnell gehen. In Pulks strömten die Menschen zum Festspielbezirk und stauten sich im einsetzenden Regen vor den Einlass-Türen. Auf die eigentlich verbindliche Kontrolle der Personalausweise zusammen mit den personalisierten Eintrittskarten wurde in dem Chaos oft verzichtet.

In der Lernkurve

Danach fragten sich nicht nur Journalisten, wie ernst es die Festspiele und das Publikum mit den Hygienebestimmungen meinen. „Wir waren in der Lernkurve“, gibt Crepaz zu. Mittlerweile habe sich alles eingespielt, das Publikum verhalte sich „vorbildlich“. Dazu sei erwähnt, dass die Festspielleitung nur innerhalb der Spielstätten – die Zahl wurde von 16 auf 8 reduziert – per Hausrecht die eigenen Hygieneregeln durchsetzen kann.

Wer dieser Tage durch die Salzburger Altstadt spaziert, wird die Verhältnisse als erstaunlich entspannt empfinden. Weil vor allem die asiatischen Touristen zu Hause geblieben sind, gibt es selbst in der sonst chronisch überfüllten Getreidegasse noch ein lockeres Durchkommen; in den Kaffeehäusern herrscht mehr oder weniger „Business as usual“.

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