SAN DIEGO - SAN DIEGO/DPA - Der amerikanische Künstler Allan Kaprow, der das „Happening“ als Kunstform erfand, ist tot. Kaprow sei bereits am Mittwoch in Encinitas bei San Diego (Kalifornien) im Alter von 78 Jahren gestorben, berichtete jetzt die „Los Angeles Times“. „Allan hat die Grenze zwischen Leben und Kunst überwunden“, würdigte der Leiter des Kunstinstitutes der Universität von Kalifornien (UC) in San Diego, Steve Fagin, seinen Kollegen.

In „Sweet Wall“ (1971) ließ er spielerisch eine Mauer aus Marmeladenmörtel „errichten“ – direkt neben der Berliner Mauer. Kaprow hatte zunächst dem Abstrakten Expressionismus von Jackson Pollock nahe gestanden. Anfang der 60er schuf er zusammen mit dem Komponisten John Cage eine Kunstrichtung, in der der Zuschauer bei „Happenings“ zum Mitakteur wird.