Sandbostel - Das ehemalige NS-Kriegsgefangenenlager im niedersächsischen Sandbostel hat am Montag eine neue Dauerausstellung bekommen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) eröffneten die Dokumentation in einer Gedenkfeier am 68. Jahrestag der Befreiung des Lagers. Die Schau gibt Auskunft über das Schicksal der mindestens 313 000 Gefangenen aus mehr als 55 Nationen, die hier nach Angaben von Wissenschaftlern interniert waren. Als gesichert gilt, dass in Sandbostel etwa 5200 Kriegsgefangene und rund 2500 KZ-Häftlinge ums Leben kamen, wahrscheinlich ist die Zahl aber höher.

Auf dem 3,2 Hektar großen Areal der heutigen Dokumentations- und Gedenkstätte steht ein einzigartiges Ensemble historischer Lagerbauten. Bund, Land, Kreis und die Reemtsma-Stiftung haben rund 1,4 Millionen Euro investiert.