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Sander Folknacht Laway zieht auch bei Regenschauern

Annette Kellin

Sande - Sonst spielt „Laway“ in Kirchen; jetzt, in Corona-Zeit, präsentierte sich die Folkgruppe unter freiem Himmel im Sommergarten der „Scharfen Ecke“ in Sande. Die Stimmung war beim kleinen Folk-Festival von Sandes Wirt „Mozart“ eine ganz besondere: trotz Regens wollte keiner im Publikum auf den Konzertgenuss verzichten, alle blieben auf ihren Plätzen – die meisten waren mit Regenjacke und Schirm gut auf die erste Sander Folknacht vorbereitet.

Besondere Stimmung

„Es wird Zeit, wieder auf die Bühne zu kommen“: die corona-bedingte Zwangspause sorgte zwar auch für neue musikalische Ideen, ist aber extrem existenzbedrohend, erklärten die Laway-Musiker. Diese Botschaft flog am Wochenende immer wieder ins Publikum. So war die erste Sander Folknacht aus der Not heraus geboren. Gastwirt „Mozart“ Wolfgang Gerhard hatte gemeinsam mit Laway-Gründer „Ballou“ Gerd Brandt die Idee – und hatten damit einen Riesen-Erfolg.

Statt einer Nacht musste ein Zusatztermin für einen zweiten Abend her und auch der war schnell ausverkauft. Wer am Sonnabend noch spontan vorbeikommen wollte, hatte Pech, die Höchstzahl an Besuchern durfte nicht überschritten werden. „Die Regeln sind so und ich muss mich daran halten“, sagte Mozart den abgewiesenen Gästen. Am Sonnabend konnten gut 100 Gäste das Konzert erleben, am Sonntag waren es 150, denn da konnte das Nachbargrundstück mitgenutzt werden.

Auf der Bühne standen neben „Ballou“ Jörg Fröse und Albertus Akkermann, die im Trio plattdeutsche Lieder sowie „Schangsons“ von Hannes Flessner präsentierten, die junge Generation mit Keno Brandt, Carmen Bangert und Jonas Rölleke als „La Kejoca“, die als professionell ausgebildete Musiker Lieder aus aller Welt im Gepäck hatten. Zusammen sind die Sechs „Laway“, die friesische Folkband, die vor rund 40 Jahren von „Ballou“ gegründet wurde und die auch heute noch ihr Publikum begeistert – auch wenn von den Gründungsmitgliedern nur noch Gerd Brandt geblieben ist.

Publikum genießt

Im Sommergarten war die Akustik natürlich eine komplett andere als in den Kirchen, das Publikum genoss auch nicht nur die Musik sondern auch das Gespräch mit Bekannten und Freunden. Und so fanden viele Stücke mit nachdenklichen Texten nicht die ungeteilte Aufmerksamkeit. Gleichwohl genossen Musiker und Publikum sichtlich das Konzert, das sicher zu den Höhepunkten der unter Corona-Bedingungen möglichen Veranstaltungen zählt.

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