SANDE - Was sich lange bewährt hat, darf sich ruhig trotzdem einmal verändern. Die AZ-Gruppe „Vogelfreunde“ Sande hatte am Wochenende zu ihrer großen Ortsschau in die Ausstellungshalle an der Breslauer Straße in Sande Neufeld eingeladen. Dort erlebten erfahrene Besucher eine völlig veränderte Ausstellung. Und das machte natürlich gleich neugierig.
Die Käfige und Volieren waren diesmal nicht in langen Reihen aufgestellt, sondern zu kleinen Gruppen zusammengefasst. So entstand gleich ein gemütlicherer Eindruck. Zudem hatten die „Vogelfreunde Sande“ erstmals eine Bewertung vorgenommen, an der das Publikum nicht teilhaben konnte. Damit sei die Vogelschau zwar um eine interessante Aktion ärmer, dennoch sei es für die Beurteilung günstiger, wenn zu dem Zeitpunkt kein großer Publikumslauf herrsche, so der Vorsitzende Wilfried Meier. „Vor allen Dingen die Positurvögel brauchen eigentlich Ruhe, um sich in ihrer vollen Pracht zu zeigen“, erklärt der Vorsitzende.
In der Bewertung waren allein mehr als 200 Positurkanarien. Diesen Vögeln wird bei der Ausstellung in Sande immer ein besonderer Stellenwert beigemessen. Darüber hinaus gab es noch 43 Wellensittiche, 15 Großsittiche, 36 europäische Vögel und 74 Exoten zu sehen.
Gegenüber dem vergangenen Jahr war das eine enorme Steigerung, über die sich Meier sehr freute. Die Vögel wurden von insgesamt sechs eigens ausgebildeten Zuchtrichtern nach unterschiedlichen Kriterien beurteilt.
Preise errangen Heinz Wendt in der Kategorie „europäische Vögel und Cardueliden“; bei den exotischen Körner- und Weichfressern hatte die Zuchtgemeinschaft Lammers/Neumann die Nase vorn. Mit Farben- und Gestaltskanarien siegte Jürgen de Vries, bei den Großsittichen und Papageien lag Herbert Töben vorne und bei den Wellensittichen siegte Frank Schepker.
Neben den Tieren in der Bewertung hatten die Züchter eine umfangreiche Rahmenschau mit weit mehr als 200 Vögeln vom Papagei bis hin zum kleinen Gelbbauchzeisig organisiert.
