SANDHATTEN - So vielstimmig war die Musik an einem Donnerstagabend im Sandhatter Gasthaus „Alte Post“ lange nicht mehr. In dieser Woche probte der neue gemischte Chor des Männergesangvereins Germania Sandhatten zum zweiten Mal.
Und obwohl von den neuen weiblichen Mitgliedern keines in den vergangenen Jahren in einem Chor gesungen hat – der Kanon „Viva la musica“ klingt schon richtig gut.
Chorleiter Manfred Scholz nimmt sich Zeit für die Neueinsteigerinnen, lässt sie Übungen singen und verteilt immer wieder Lob. Ein Motivationsschub ist auch nötig, der neue gemischte Chor hat schon die ersten Auftritte in Aussicht. Und ein weiteres Ziel hat Scholz den Sängerinnen und Sängern gesteckt: Sie sollen ein Lied zu der Weihnachts-CD beisteuern, die Hatter Chöre in diesem Jahr aufnehmen wollen.
18 Frauen (und zwei Männer) sind dem Chor beigetreten, nachdem dieser sich nach langen Diskussionen auch für weibliche Sänger geöffnet hat. Damit hat sich die Zahl der Mitglieder verdoppelt.
Die Damen fühlen sich von den Männern voll akzeptiert. In einem Chor singen wollten die meisten von ihnen schon länger. „Dadurch, dass wir das jetzt im eigenen Ort können, war die Entscheidung leicht“, sagt Antje Eickhorst. Ines Brommelmeier, mit 29 Jahren die Jüngste unter den Neueinsteigerinnen, sieht das genauso. „Eigentlich hatten wir schon immer Lust, nur der Chor fehlte.“ „Wir“, das sind die Teilnehmerinnen eines Frauenstammtischs. Sechs von 14 Frauen sind gesammelt in den Chor eingetreten.
„Wunderbar“ oder „Etwas ganz neues“ sind die Kommentare der Herren, wenn sie nach dem neuen Probengefühl gefragt werden. „Wir profitieren mit unseren Stimmen ja auch“, findet Helmut Petermann. Harry Witte erwartet, dass sich für den reinen Männerchor, auf Dauer auch noch Nachwuchs findet. „Jetzt, wo wir einige unerfahrene Sänger haben, ist die Hemmschwelle für andere Anfänger vielleicht niedriger“ hofft er.
„Eigentlich
hatten wir schon immer Lust, nur der Chor fehlte“
I. Brommelmeier
