SANDHATTEN - Man hätte am Sonnabend fast meinen können, die himmlischen Mächte meinten es nicht gut mit den Sandhattern. Viele der Zeltpavillons, die am Freitagabend beim Feuerwehrhaus für den ersten Sandhatter Weihnachtsmarkt aufgebaut worden waren, hatte ein Sturm in der Nacht weggeweht. So musste am Sonnabendmorgen noch mal das halbe Dorf anpacken, um für den Nachmittag alles wieder aufzubauen. „Alle haben mitgeholfen“, sagte der Hauptorganisator und Sängervater des MGV Germania, Dieter Suhrkamp, am Abend sichtlich glücklich.
Zu diesem Zeitpunkt war klar, die Aktion ist ein voller Erfolg. Nicht nur ganz Sandhatten war auf den Beinen, auch aus Kirchhatten, Huntlosen und anderen Orten waren viele Besucher gekommen, um sich den Markt anzusehen. Und der konnte sich wirklich sehen lassen: Kunsthandwerk und weihnachtliche Deko in allen Facetten gab es vor dem Feuerwehrhaus – viel Musik, Kaffee und Kuchen drinnen. Dort stellte sich ein großer Teil der Musikgruppen und Chöre vor, die an der ersten Hatter Weihnachts-CD mitgewirkt haben. Die wurde an diesem Abend erstmals offiziell präsentiert. Bürgermeisterin Elke Szepanski lobte in ihrer Eröffnungsrede das Engagement der Musiker: „Wer ein Ziel vor Augen hat, probt im August auch ,Schneeflöcken Weißröckchen’ und spielt ,Jingle Bells’ im Oktober.“
Sangesstark zeigten sich auf die Kinder des Ortes: Beim Besuch des Nikolaus, dargestellt von Jürgen Eisenberger, konnten sie die Adventsklassiker, die Luka Backhus auf dem Akkordeon spielte, textsicher mitsingen. Damit hatten sie sich die bunten Tüten, deren Inhalt vom Hof Eickhorst, der VR Bank und der Raiffeisen-Warengenossenschaft gespendet worden war, redlich verdient. Anders als bei vielen anderen Märkten gab es hier übrigens nicht nur Süßigkeiten. Ganz traditionell fanden sich auch Nüsse, Äpfel und andere Früchte in den Tüten.
Sie hoffe, dass es nach diesem ersten Weihnachtsmarkt im Ort noch viele weitere geben werde, so die Bürgermeisterin. Das sahen auch die Besucher so. „Es ist toll, was hier auf die Beine gestellt wurde“, sagte die Sandhatterin Inge Pabst. „Im nächsten Jahr kommen sicher noch paar Ideen dazu.“
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