Sandkrug - Die Kinder standen während ihrer 41 Jahre im Ev. Kindergarten Roseggerstraße im Mittelpunkt – so war es dann am Sonntag auch noch einmal zeitweise im Gottesdienst, mit dem die Kirchengemeinde Sandkrug Gunda Köhrmann in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete. Unter den Zuhörern waren viele Wegbegleiter der langjährigen leitenden Erzieherin: von der ehemaligen Amtsleiterin Marianne Wentzel bis zum Grundschulrektor Jan Glander.
Auf dem anschließenden Empfang im Albert-Schweitzer-Haus betonte Pastor Hansjörg Hochartz noch einmal einen Aspekt, der ihn und Pastorin Kerstin Keßler besonders an Köhrmanns Arbeit überzeugt hatte. „Es ging ihr nie nur um bloße Betreuung der Kinder, sondern um eine Vorbereitung auf das Leben.“
Die Tatsache, dass Gunda Köhrmann im Interesse „ihrer“ Kita auch gegen Widerstände anging und das klare Wort liebte, hob Stephan Möller, Leiter des Schul-, Bildungs- und Kulturausschusses, hervor. Kämpferisch und unerschrocken habe er sie erlebt und das als Bereicherung empfunden.
Bürgermeister Christian Pundt brachte in seinem Grußwort die Hoffnung zum Ausdruck, die Ruheständlerin werde sich auch künftig in der Gemeinde einbringen – vielleicht ja im Förderverein der Kita, schlug er vor.
Pastor Bernd Rüger, in dessen Amtszeit die Hatterin die Kita-Leitung übernommen hatte, verriet: „Du hast uns von Anfang an schlicht überzeugt.“ Noch gut könne er sich an „Klartext, Ansagen, Wünsche und Ideen“ zum Wohle der Kinder erinnern.
Die derart Geehrte zeigte sich überwältigt von der Anteilnahme der vielen Gratulanten. Sie zitierte zum Abschied den Beginn eines bekannten Bibelspruches, der sie auch in ihrem Berufsleben begleitet hatte: „Alles hat seine Zeit – auch das Abschied nehmen.“
