SANDKRUG - Große Aufregung herrscht bei den Schülern der Klasse 7H der Waldschule Hatten. In diesen Tagen stehen sie vor den letzten Feinarbeiten an insgesamt 16 Schaukästen, die ab dem 10. März im Oldenburger Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte zu sehen sein werden. Bereits zum zweiten Mal kooperiert Lehrer Volker Westerkamp mit einer Hauptschulklasse mit Eva Frömchen-Neddermann von der Museumspädagogischen Abteilung des Landesmuseums.

Die Jungen und Mädchen haben fächerübergreifend an dem Projekt gearbeitet. Die Beschäftigung mit den 16 Persönlichkeiten, die alle eine enge Beziehung zum Oldenburger Land hatten, schafft die Verbindung zur Geschichte. Dabei waren die Schüler ganz unterschiedlichen „Oldenburger Köpfen“ auf der Spur.

Der Verleger Peter Suhrkamp, gebürtiger Kirchhatter, gehört dazu, ebenso die RAF-Terroristin Ulrike Meinhoff, die in Oldenburg die Schule besucht hat oder Paul von Hindenburg, der in Oldenburg ein Infanterie-Regiment kommandierte.

Im Werkunterricht haben die Schüler die Schaukästen gebaut – aus Holz, das aus den Trümmern der alten, jetzt abgerissenen Schulaula gerettet wurde. Dann machten die Jungen und Mädchen sich daran Stücke zu beschaffen, mit denen die „Köpfe“ beschrieben werden können. Das Fach Deutsch wurde dann beim Formulieren der Begleittexte wichtig.

Spaß gemacht hat die Arbeit der Klasse 7H ganz offensichtlich und gelernt haben alle auch eine Menge. Jetzt gilt es, die Aufregung zu besiegen. „Wir sind schon sehr gespannt und hoffen, dass unsere Ausstellung den Leuten auch gefällt“ sagt die 13-jährige Janine Marx. Ob das so ist können Besucher bis zum 26. Juni überprüfen. So lange wird die Ausstellung im Oldenburger Schloss zu sehen sein. Gleichzeitig werden auch Arbeiten gezeigt, die Schüler der Helene-Lange-Schule und der Realschule Alexanderstraße aus Oldenburg im Kunstunterricht zu den „Oldenburger Köpfen“ erarbeitet haben.