SANDKRUG/HATTERWüSTING - Fünf Gärten, zehn Künstler und jede Menge Sonnenschein – das waren für viele Hatter, Oldenburger und Bewohner anderer angrenzender Gemeinden gute Gründe am vergangenen Sonntagnachmittag einmal wieder das traute Heim zu verlassen und sich neben zahlreichen Blumenmeeren auch Kunstwerken aller Art zu widmen.
„Kunst im Garten“ heißt die alljährliche Ausstellung des Hatter Künstlerkreises, bei der die Mitglieder innerhalb ihrer privaten Gärten in Sandkrug und Hatterwüsting, Besuchern ihre Werke zeigen.
Von Skulpturen aus Metall bis hin zu Aquarellen und Drechselarbeiten – für jeden Geschmack war etwas dabei.
„Mir gefällt die Verbindung von Kunst und Natur“, schwärmt Birgit Onnen aus Krusenbusch. „Wann bekommt man schon einmal die Möglichkeit, private Gärten und die umliegende Umgebung kennen zu lernen.
Wem die prachtvollen Gärten nicht genügend Natur boten, der konnte, zusammen mit einem Gästeführer, die Stationen vom Sandkruger Bahnhof aus mit dem Fahrrad abfahren. So kam man vom „Skulpturengarten“ mit Metallarbeiten von Manfred Rieman zum „Naturgarten“, in dem neben den Aquarellen, Acrylbildern und Zeichnungen von Renate Riemer auch Keramikobjekte von Margaret Buchholz zu bestaunen waren. „Ich habe heute hauptsächlich meine Blumenbilder im Garten platziert“, erklärt Riemer, Vorsitzende des Künstlerkreises. Ihr Gartentisch lud dazu ein, eine kurze Pause zu machen und die wenigen sonnigen Momenten zu genießen – ein Angebot, das Heidi und Karin Richter auf ihrer Tour durch die Gärten gern annahmen.
Angelika Fauser hatte ihre Pastellmalereien statt im „Bauerngarten“ doch lieber im Haus aufgestellt. Dort waren auch Holzarbeiten von Walburga Pouwels und Fotografien von Karin Geyer zu sehen. „Wir sind überrascht, dass trotz des großen Veranstaltungsangebotes an diesem Wochenende so große Resonanz besteht“, so Fauser und Pouwels.
Direkt nebenan in der „Galerie Zebra“ gab es Tiffany-Glaskunst von Sylvia Gegler, Margot Drung zeigte Grafiken, Malereien und Objekte. Und schließlich gab es im „ländlichen Garten“ die Drechselarbeiten von Horst Pieper und abstrakte Malerei von Dagmar Twardy zu sehen.
Hatte man alle Gärten besucht, konnte man vielleicht sogar das von den Künstlern gestellte Rätsel lösen: Es galt das „Kuckucksei“ an jeder Station zu entdecken. So war zum Beispiel ein Holzfrosch von Horst Pieper im Garten von Renate Riemer versteckt.
