SANDKRUG - „Das hat mir sehr gut gefallen“, sagte Jasmin Görlitzer (15 Jahre) aus Sandkrug. Und auch Niclas Jäher (10) meinte: „Das war klasse! Bei so einer Musik komme ich gern in die Kirche.“ Bei ihrem ersten Auftritt im neuen Jahr bot die christliche Jugendband „Rock’n’Pray“ am Sonntagabend im Sandkruger Albert-Schweitzer-Haus aktuelle Songs – von Julis „Zerrissen“ bis hin zum Liquid-Stück „Narcotic“.

Zuvor hatte die Ev.-lutherische Kirchengemeinde zum Jugendgottesdienst eingeladen. Unter dem Motto „Damit Gottes Schöpfung bewohnbar bleibt“ ging Pastor Hansjörg Hochartz vor den rund 90 Gläubigen aus aktuellem Anlass auf die Erdbeben-Katastrophe auf Haiti ein. Seit fast 14 Tagen gebe es eine große Welle der Hilfsbereitschaft, so der Theologe. „Dies ist eine andere Art der Globalisierung: Ein Netz der Hilfe spannt sich angesichts des Leidens auf der Karibikinsel über die Erde.“ Hochartz berichtete vom Nachbarsjungen, der sein Sparschwein schlachtete und die 15 Euro spendete, aber auch von Ärzten und Lebensrettern vor Ort. Schlagzeilen mache in diesen Tagen das Wort „Nächstenliebe“.

Passend dazu spielten „Rock’n’Pray“ Stücke wie „One Way Jesus“ oder „Schöpfer aller Himmel“. Die Band besteht aus Andreas Leising (Bass), Sigrid, Lena und Laura Leising, Christin Eilers (Vocals, Keyboard), Simon Idel, Heiko Krönke (beide Gitarre) und Sophie Schönefeld am Schlagzeug. Geprobt wird jeweils mittwochs ab 18.15 Uhr bei der Familie Leising. Nachwuchs sei gern gesehen.

Im Gottesdienst hatten die Besucher Gelegenheit, Lichter für die Opfer und Helfer in Haiti anzuzünden. Bei der Kollekte für die Erdbebenopfer kamen 132 Euro zusammen. „Wir hatten uns erst Montag kurzfristig entschieden, andere Schwerpunkte im Gottesdienst zu setzen“, freute sich Hochartz über die gute Resonanz.

Auch der Gospelchor der Kirchengemeinde, „Sing’n’Swing“, lädt für Sonntag, 14. Februar, ab 17 Uhr in die Kreuzkirche zu einem Benefizkonzert zugunsten der Haiti-Hilfe ein. Nach dem Gottesdienst hielt es beim Konzert der Jugendband niemanden mehr auf den Sitzen. Erst nach zwei Zugaben, darunter das schon legendäre „I love Rock’n’Roll“, wurde die Band entlassen.