SANDKRUG - Den ruhigen Klängen der Kirchenorgel lauschend – das Liederbuch stets auf dem Schoß – und manchmal ein leises Mitsummen aus den ersten Reihen. So hätte der Taufgottesdienst am vergangenen Sonnabend unter Umständen ablaufen können. Doch nicht in der Sandkruger Kreuzkirche: Hier gestaltete die christliche Rockband Rock and Pray den Gottesdienst mit „neuer geistlicher Musik“ und sorgte so bei den fünf angehenden Konfirmanden und ihren Familien für große Begeisterung. „Insbesondere bei den Älteren“, sagt Pastor Hansjörg Hochartz erfreut. „Sie kennen die Kirchgänge aus der Vergangenheit viel trockener“.

Und weil das Repertoire der achtköpfigen Band um Familie Leising aus Sandkrug auch weltliche Musik beinhaltet, spielten „Rock and Pray“ im Anschluss an den Gottesdienst noch ein kleines Konzert, bei dem es unter anderem Lieder der Band Juli und von Avril Lavigne zu hören gab.

„Diese Art von Rockmusik ist noch nicht allzu lange Bestandteil des Programms“, erklärt Leiterin Sigrid Leising.

Vor etwa zwei Jahren entstand die Band aus einem Kursangebot für Konfirmanden. Seitdem wird einmal wöchentlich im eigenen kleinen Tonstudio von Familie Leising geprobt. „Es macht uns allen eine Menge Spaß!“, sagt Sophie Schönefeldt, die Schlagzeugerin der Gruppe. Für Gitarrist Simon Idel war der Auftritt eine kleine Premiere, er unterstützte die Sängerinnen Laura, Lena und Sigrid Leising, Kaya Böschen und Christin Eilers zum ersten Mal auch stimmlich.

Auch wenn diese Besetzung für eine Rockband schon recht groß ist, würden die Mitglieder sich über weiteren Zuwachs an musikalischen Jugendlichen freuen.

Negative Resonanz gab es bei den bisherigen Auftritten selten: „Für manche ist ein sehr lautes Schlagzeug in der Kirche fehl am Platz, aber die Mehrheit mag die Mischung aus modernen Klängen und geistlichen Texten“, so Bassist Andreas Leising.