SANDKRUG - Außerhalb von Leer ist Detektiv Kurt Bruns bisher keine Berühmtheit gewesen. Von Sandkrug aus könnte der von Stefan Störmer verkörperte Ermittler gemeinsam mit der Bigband Stormy Weather auch über die Grenzen der ostfriesischen Stadt hinaus Bekanntheit erlagen.
Nachdem die Band ihre ersten beiden Projekte aus szenischer Krimilesung, gemischt mit Filmmusik und Videoprojektionen, nur in Leer auf die Bühne gebracht hatten, durfte Kurt Bruns am Sonnabend auch in Sandkrug berichten, wie er die „Rio-Connection“ gesprengt hat:
Eigentlich sollte der Detektiv nur bei der Überführung eines neuen Kreuzfahrtschiffes verhindern, dass Langfinger noch vor der Jungfernfahrt goldene Wasserhähne und anderes Inventar mopsen. Doch dann stolpert er mitten in einen Schmugglerring von Exilostfriesen, die im vermeintlich paradiesischen Rio de Janeiro ihr Unwesen treiben.
Das aus den Reihen der Band entwickelte Kriminalstück treibt Ostfriesen-Klischees gnadenlos auf die Spitze – bis zu dem Punkt, an dem Kurt Bruns an einem brasilianischen Strand durch einen Treffer mit einer Boßelkugel ins Reich der Träume geschickt wird. Natürlich wird in jeder Szene literweise Tee getrunken. Immer wieder passend ergänzt wurde die Lesung von Klassikern der Film- und Fernsehmusik, von „James Bond“ über „Shaft“ und „Die Straßen von San Francisco“.
Die rund 130 Zuschauer in der leider nicht voll besetzten Aula waren von der beeindruckenden musikalischen Leistung ebenso begeistert wie von der Geschichte. „Auf diese Ideen muss man mal kommen“, staunte Gisela Weymann. „Auch die Band und der Gesang waren wirklich fantastisch“, ergänzte Kerstin Heine. Ein absolutes Highlight im Kulturprogramm der Gemeinde sei dieser Abend gewesen, meinten auch Rüdiger Aakmann und seine Frau Marlene Aakmann-Mimkes.
Mit dem von Bürgermeisterin Elke Szepanski eröffneten Abend setzt die Gemeinde auch die Reihe von Veranstaltungen fort, die Kultur und kulinarischen Genuss verbinden. Wer mochte, konnte schon vor Beginn des Konzerts an festlich gedeckten Tischen Platz nehmen und sich von der Firma Radvan aus Kirchhatten mit Suppe, Häppchen und einem süßen Nachtisch verwöhnen lassen.
Diese Kombination habe sich als „Erfolgsrezept“ bewährt, sagte die Kulturverantwortliche der Gemeinde, Marianne Vieler-Bargfeldt.
@ Weitere Bilder unter
