SANDKRUG - Das Unglück der Katastrophenopfer in Japan lässt viele Menschen nicht los – auch nicht den Huder Musiker Arndt Baeck. Gemeinsam mit den Gemeinden Hude und Hatten hat er innerhalb weniger Wochen ein Konzert auf die Beine gestellt, das am Sonnabend in der Veranstaltungshalle der Waldschule Sandkrug rund 100 Musikfreunde mit einem vielfältigen Programm und einem großen gemeinsamen Ziel überzeugte.

Zunächst empfingen Bürgermeisterin Elke Szepanski und ihr Huder Amtskollege Axel Jahnz das Publikum. Szepanski zeigte sich beeindruckt von der guten Zusammenarbeit zwischen Musikern und den beiden Gemeinden: „Es ist bemerkenswert, wie schnell alles ging!“ Außerdem machte sie auf die Versteigerung zweier Quilts von Eva Wübbenhorst aufmerksam.

Dann begann der musikalische Teil des Abends: Der Munderloher Sergej Hottelet spielte vier Lieder am Flügel, die er alle auf sich umgemünzt hat. So wurde Ludwig van Beethovens „Für Elise“ kurzerhand zu „Für Monika“. Als nächstes spielten Merle Strudthoff, Dirk Hermann und Thorsten Wachtendorf drei eigene Songs und Philipp Poisels „Froh dabei zu sein“.

„Blue Bossa“ hatten am Sonntagvormittag ein bisschen Stress: Die eigentliche Sängerin Renate Raschen wurde krank – Ersatz musste her. Der fand sich in Sängerin Rita Dinkelbach mit ihrer großartigen Stimme.

Die Schulband der Waldschule Hatten, „Breaking Apart“, gab unter der Leitung von Musiklehrer Lüder Schulken vier Popsongs zum Besten. Oasis’ Klassiker „Wonderwall“, „21 Guns“ von Green Day waren dabei, aber auch Katy Perrys „Teenage Dream“. Mit Martin Sonnenberg (16) an der Gitarre, Heinke Suhrkamp (16) am Schlagzeug, Carolin Köhler (16), Lüder Schulken an der Leadgitarre und Marie Kilonzo am Gesang kam die Band gut an.

Dann betrat Initiator, Organisator und Songschreiber Arndt Baeck die Bühne. Songs wie „Mit dir“, „Das ist das Leben“ oder „Hau einfach ab“ wurden von der Band getragen und zum Zugpferd der tollen Stimmung für das großartige Finale einer einzigartigen Veranstaltung.

Neben der Musik gab es aber auch visuelle Darbietungen. Die Künstlerin Gertje Kollmann wies mit ihren Bildern auf die Opfer des Erbebens hin. „5 m² zum Weiterleben“ stand auf einigem zum Quadrat zusammengesetzten Bilderrahmen. „Wie wir heute in einer Halle sind, leben die Japaner dort heute auch alle in Sporthallen und jeder von ihnen hat nicht mehr als fünf Quadratmeter zum Leben“, erklärte sie.

Etwas mehr als 909€ Euro wurden mit dem Konzert gesammelt, „aber da kommt noch das Geld von den Gemeinden und der Versteigerung der Quilts dazu“, kündigte Baeck an.

Die Versteigerung läuft noch. Bis kommenden Donnerstag können Interessenten Gebote per E-Mail an vieler-bargfeldt@hatten.de abgeben. Willkommen sind auch Sponsoren, die einen der Quilts beispielsweise an eine Schule spenden wollen.   Merle Strudthoff, die Autorin dieses Textes, stand beim Benefizkonzert für die Opfer in Japan in der Sandkruger Veranstaltungshalle auch selbst auf der Bühne.