SANDKRUG - Der Sandkruger Detlef Blome hat zwei Pop-Songs produziert. In den 60-er Jahren arbeitete er bereits mit Peter Frankenfeld zusammen.

Von Stephan Onnen

SANDKRUG - Es war vor gut fünf Jahren auf dem Flug zwischen Karachi und Dubai: Detlef Blome hörte auf dem Kopfhörer die Melodie eines indischen Songs, die ihm fortan nicht mehr aus dem Sinn gehen sollte. Der Sandkruger setzte danach alle Hebel in Bewegung, um über die Fluggesellschaft an den Namen des Komponisten zu gelangen – Detlef Blome war wild entschlossen, die Musik als Grundlage für einen eigenen Song zu verwenden. Das Hörerlebnis im Flugzeug bot die Initialzündung dafür, sich wieder intensiv der Musikszene zu widmen.

Dort war der heute 59-Jährige viele Jahre lang zuhause: In der Zeit von 1965 bis 1980 hatte er eine Menge eigener Lieder geschrieben, vorgetragen und mit Erfolg zwei Bremer Rockbands gemanagt. Höhepunkt in dieser Phase waren gemeinsame Auftritte in den 60-er Jahren mit Peter Frankenfeld im Theater am Besenbinderhof in Hamburg und Fernsehaufnahmen beim Südwestfunk in Baden-Baden.

Nun will sich Blome, der 14 Jahre als Geschäftsführer für eine Hamburger Aktiengesellschaft gearbeitet hat und seit 1998 als selbstständiger Importkaufmann für seine Kunden in Deutschland (SB-Handel, Discountmärkte und Versandhandel) auf der Suche nach innovativen Produkten in Fernost ist, wieder stärker seinem Hobby, der Musik, widmen. „Der Mensch ist unglücklich, wenn er unterlässt, was er kann“, sagt Blome. Und Blome hat ein Gespür für eingängige Musik, als Produzent ist er ein Profi. Über einen Hamburger Musikverlag machte er den indischen Komponisten Biddu ausfindig, der ihm nach langwierigen Verhandlungen seinen Titel überließ. Für den Pop-Song mit Ehno-Einflüssen, schrieb er einen Text, der bestens dafür geeignet ist, Deutschland zur bevorstehenden Fußball-WM als weltoffenes Land zu präsentieren. „Made in Germany“ heißt der Titel, mit dem Blome nach eigenem Bekunden „zur Völkerverständigung beitragen“ möchte. „Der Untertitel ,Reicht Euch die Hände‘ steht für die multikulturelle

Ausrichtung und fordert alle Hörer auf: Steht zueinander und geht aufeinander zu“, erläutert der Sandkruger. Den deutsch-englischen Gesangspart hat er mit Ellen Kaiser (25) und Jana Israel (18) aufgenommen. Produziert hat Blome das Lied im Studio von Kristian Vogelsang, der Keyboarder bei Heinz Rudolf Kunze gewesen ist, in Winkelsett. Seit Anfang dieser Woche liegt die CD vor.

Parallel dazu hat Blome mit dem 23-jährigen Sven Brinkmann (Künstlername „Luca Nova“) aus Oldenburg eine Single produziert, die ebenfalls in dieser Woche erschienen ist. „What if“ lautet der Titel der Pop-Ballade. Blome hat Brinkmann, den er als „deutsche Antwort auf Robbie Williams“ sieht, auf einer Party in der Nachbarschaft kennen gelernt. Er war sofort vom Talent des jungen Mannes überzeugt und hat dessen Management übernommen. Blome hofft, dass die Radiosender auf beide Songs aufmerksam werden. Beide Titel werden über das Musikportal „www.endmix.de“ im Internet zum Download angeboten. Darüber hinaus plant Blome für „Made in Germany“ auch einen Videoclip-Dreh.

Für weitere CD-Produktionen laufen bereits die Vorbereitungen. So sucht Detlef Blome „interessante Musiker für Girl- oder Boygroups“. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich bei ihm unter der Telefonnummer 04481/ 9351930 oder per E-Mail unter BlomeManagement@aol.com melden.