SANDKRUG - SANDKRUG/LD - Der Wald als größter naturnaher Lebensraum wird von immer mehr Menschen für die Erholung genutzt. Bundesweit sprechen Trendforscher sogar von einem „Megatrend“ angesichts von 30 Millionen Besucher pro Woche in Deutschlands Wäldern. Die angehenden Gästeführerinnen und Gästeführer aus Hatten, Wardenburg und Großenkneten stellen sich auf das wachsende Interesse ein und informierten sich bei den Förstern in Sandkrug über die neue „Wanderung auf großherzoglichen Pfaden“.

Karin Pieper, Projektkoordinatorin im Oldenburger Büro der Ländlichen Erwachsenenbildung, hatte das Thema Wald auf den diesjährigen Seminarplan für die Qualifizierung zur Gästeführung gesetzt. Acht Teilnehmer trafen sich jetzt zur Radtour bei Revierförster Karl-Heinz Pelster am Sandkruger Forsthaus, um mit ihm die neue Wandertour durch das Barneführerholz und die Osenberge kennen zu lernen.

Start- und Zielpunkt des mit gelben Farbpunkten markierten Weges ist der Parkplatz vor dem Forsthaus am Barneführerholzweg. Die Route führt auf Pfaden, die schon der Oldenburger Großherzog nutzte, zur Alten Jagdhütte mit der ältesten Douglasie auf dem europäischen Festland. Als nächste Ziele folgen die Hunte und die Püttenhütte. Von dort geht es durch das Naturschutzgebiet „Tannersand-Gierenberg“ und die Dünenlandschaft der Osenberge zurück zum Forsthaus.

Der etwa acht Kilometer lange Rundweg ist Bestandteil des von den Niedersächsischen Landesforsten jetzt herausgegebenen und im Buchhandel erhältlichen Wanderführers „Raus ins Grüne!“. Der handliche Begleiter enthält die nach Meinung der Forstleute 37 schönsten Wanderungen in Niedersachsens Wäldern, so auch eine Wandertour um die Ahlhorner Fischteiche und durch den Hasbruch.

Vom Forstamt in Ahlhorn war Förster Lutz Petershagen gekommen, um den neuen Wanderführer vorzustellen und um einige Hinweise zur aktuellen Waldwirtschaft zu geben.

Bei der Rast an der Püttenhütte beobachteten die Gästeführerinnen und Gästeführer einen Wildbienenschwarm in einer Eichenkrone. Etwa die Hälfte aller einheimischen Tier- und Planzenarten lebt im Wald oder an den Waldrändern. Die wilden Bienen sind da nur ein Beispiel für die große Artenvielfalt.

Nach rund vier Stunden traten die Gästeführer mit vielen neuen Eindrücken die Rückreise an, um demnächst ihr Wissen bei der einen oder anderen Waldführung weiter zu geben.

Mehr Infos unter unter www.landesforsten.de und www.leb.de