Varel - Im Speisesaal herrscht ausgelassene Stimmung. Der Shanty-Chor „Die singenden Nordseekrabben“, der seit 2009 besteht, begrüßt die Besucher, Altenpfleger und Freunde mit einem Eröffnungslied: „Moin, moin, moin. So grüßt man hier am Nordseestrand“, singen sie. Begleitet werden sie von Waltraut Brüling am Akkordeon.
Im Altersstift „Simeon und Hanna“ in Varel ist jetzt die Einweihung dreier Baumaßnahmen gefeiert worden – mit Gesang, Freude und Currywurst. Der Geschäftsführer der Diakonie Varel, Jörg Peters, erklärt die Veränderungen an dem Heim der Senioren: „Aufgrund des Platzmangels auf dem Parkplatz, haben wir uns entschieden, diesen um fünf Plätze zu erweitern.“
Zudem wurde ein Innenhof gestaltet, der vom Speisesaal aus betretbar ist und durch sattes Grün mehr Farbe ins Gebäude bringt. Der 5000 bis 6000 Quadratmeter große Garten im Hinterhof wurde ebenso verschönert und umstrukturiert. „Ein Spaziergang dort war nicht mehr angenehm. Jetzt gibt es sogar einen Teich mit Fischen“, sagt Jörg Peters, woraufhin die Bewohner erheitert applaudieren.
Die Bauarbeiten seien allerdings noch nicht fertig, fügt er hinzu. Im Laufe der Woche aber wird mit der Beendung des Projektes gerechnet. Jan Christian Wehlau, Vorsitzender des Diakonischen Werkes Varel bedankte sich bei den Spendern: „Es haben zahlreiche Firmen und Personen mitgewirkt. Ohne sie hätten wir den Bewohnern das alles nicht ermöglichen können.“
Die Senioren kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Hervorragend“, sagt Christa Steinbach, Bewohnerin des Altersstiftes, fröhlich: „Der Garten ist so schön grün. Hier kann man sich wirklich wohlfühlen.“
Auch Irmgard Walten ist begeistert: „Der Garten ist wunderbar. So ordentlich gemacht. Herrlich.“ Sie freue sich insbesondere, dass sich wegen der Erneuerung alle zu einem kleinen Fest mit Musik und Klönschnack zusammengefunden haben.
Im Juni starteten die Bauarbeiten. Immer wieder gab es Anträge an den Förderkreis der Diakonie Varel, die auf den Sanierungsbedarf der Grünanlagen und den Platzmangel des Parkplatzes hinwiesen, erklärt Jan Christian Wehlau im neu gestalteten Garten. Der Rundgang zum Beispiel sei für viele Senioren eine Herausforderung gewesen – unebene Steine machten vor allem das Gehen mit den Rollatoren, besonders schwierig.
Insgesamt 60 000 Euro flossen in das Umbauprojekt, berichtet Jörg Peters. Er freut sich über die positive Resonanz. Die Bewohner des Altersstiftes „Simeon und Hanna“ sind sich nämlich einig: In den neuen Gärten werden sie sich definitiv wohlfühlen.
