Zetel - Die Warteliste des Sankt-Martins-Heims in Zetel wird immer länger. Deshalb hat sich das Diakonische Werk Zetel entschlossen, die Pflegeeinrichtung zu erweitern. „Wir schaffen 22 zusätzliche Plätze, überwiegend Einzelzimmer“, berichtet die Leiterin Maria Bockhorst-Wimberg. Gebaut werden soll ab Frühjahr 2014 auf der Fläche des alten Parkplatzes. Außerdem werden für den Neubau zwei angrenzende Wohnküchen abgerissen und verlegt.

Circa sechs Meter Abstand hält das zweigeschossige Gebäude zu den Nachbargrundstücken und zur Straße. „Wir haben dieses Jahr schon vorsorglich ein Nachbargrundstück gekauft, das Haus abgerissen und dort 35 neue Parkplätze geschaffen“, erklärt Bockhorst-Wimberg. Gerne würde das Diakonische Werk auch rund 3000 Quadratmeter vom angrenzenden Runden Moor erwerben, um sich die Option für ein betreutes Wohnen zu erhalten. „So eine Gelegenheit bekommen wir nicht wieder“, meint Bockhorst-Wimberg. Eigentümer des 22 000 Quadratmeter große Geländes zwischen den Straßen Dünkirchen, Am Runden Moor, Altmühlweg und Fritz-Frerichs-Straße ist die Gemeinde Zetel. Sie möchte dort Wohnraum für Jung und Alt schaffen, die unter einem Dach leben.

Das Sankt-Martins-Heim gibt es seit 1976. Damals ist eine „Wohnwelt“ für 100 Menschen entstanden. 73 Senioren wohnen in 27 Einzel- und 23 Doppelzimmern im Pflegeheim. Zudem gibt es nebenan 20 Mietwohnungen (55 bis 65 Quadratmeter), in denen Senioren eigenständig leben.

1,6 Millionen Euro investiert das Diakonische Werk in den Neubau, so Bockhorst-Wimberg. Die Einzelzimmer werden 15 Quadratmeter groß. Vorgeschrieben sind laut Heimmindestbauverordnung zwölf Quadratmeter. Die Doppelzimmer werden 25 Quadratmeter groß, die Mindestgröße beträgt 18 Quadratmeter.

Mit der Erhöhung der Heimbewohner soll auch neues Fachpersonal eingestellt werden. Jetzt sind im Sankt-Martins-Heim 75 Voll- und Teilzeitmitarbeiter tätig, darunter 53 examinierte Fachkräfte plus Pflegeassistenten.

Vorbereitet wird im Sankt-Martins-Heim gerade das Sommerfest. Es findet am Sonnabend, 31. August, von 14.30 bis 18 Uhr statt.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg