Seefeld - Eine kurze E-Mail genügte und schon standen die Ruhwarder Saitenhiebe erneut in der Seefelder Mühle auf der Bühne. Die Lokalmatadoren aus den Nachbargemeinden lockten auch am Freitagabend bei ihrem erneuten Konzert reichlich Fans und andere Besucher an. Die große Bandbreite des Repertoires der eigentlich als Folkband eingestuften fünf Musiker konnte erneut überzeugen und reichte vom bekannten Seemannslied „Mary Ann“ bis zum Countrysong von Boss Hoss „The answer“.

Schwierigere Passagen und mögliche Patzer wurden von Moderator Bernd Bultmann gekonnt schon im Vorfeld benannt und somit entschärft, so dass das Publikum keinen Grund hatte, zu meutern. „Bei uns hat es noch nie geklappt. Mal sehen, wie es heute wird“. kündigte er die Filmmusik von Ed Sheeran („I see fire“) so an. Die offene Art gefiel den Zuhörern und sie spendeten trotz Fehler einen herzlichen Applaus.

Zwischen den Liedern gab es teils deftige und lustige Gedichte aus der Feder von Hanns-Dieter Hüsch oder Michael Schönen, die allesamt mit einem gewissen Sarkasmus und einer bissigen Ironie ausgestattet waren. Verantwortlich für die Zusammenstellung des Programmes war Gitarrist und Sänger Bernd Bultmann, der auch gekonnt durch den Abend moderierte und mit seinem trockenen Humor schnell die Zuhörer auf seiner Seite hatte.

So zitierte er ein Gedicht über einen Großwildjäger, der mit seiner Frau auf Büffeljagd ging. Untermalt wurden die Ausführungen noch durch Zeichnungen auf Plakatkarton zum besseren Verständnis. Nicht nur bei dieser skurrilen Geschichte bogen sich die Zuschauer vor Lachen.

Dass einige Gäste aus Stadlands Partnerdistrikt Petit Caux im Publikum saßen, war auch den Musikern nicht entgangen und so stimmten sie ein französischen Lied über die Liebe an und verpassten „Santiano“ einen französischen Text, was die Gäste aus Frankreich sehr beeindruckte.

Nach einem Mistelkäse, einem Dominostein und einem „Vive la Trance“ angesichts der alkohollastigen Texte wurden die Butjenter Barden nicht ohne einige Zugaben in den Abend entlassen. Mit einem lange nachklingenden „Rawhide“ trennten sich Publikum und Band nur ungern.