SATERLAND - Blumengeschenke am 14. Februar gab es schon im alten Rom. Auch im Nordkreis setzt sich der Valentinstag immer mehr durch.

Von Hans-Carl Bokelmann

Friesoythe/Bösel/Barßel/

SATERLAND - Dass der Valentinstag kein neumodischer Krams ist, steht für Elvira Käch aus Neuvrees außer Frage. „Ich bekomme schon seit Jahrzehnten Blumen zum Valentinstag – oft sind es rote Rosen“, sagt die 70-Jährige. Und so hofft die Frau, die jüngst aus Dinslaken nach Neuvrees zog, dass ihr Mann auch in diesem Jahr an den Valentinstag denkt.

Blumengeschenke zum Valentinstag gab es sogar schon im alten Rom, um der Göttin Juno – zuständig für Ehe und Familie – zu huldigen. In Deutschland wird der Tag derweil als Feiertag für Verliebte immer populärer. „Der Valentinstag ist bei uns seit 20 Jahren ein Begriff“, sagt Veronika Speckmann, die am Bernethsdamm in Bösel seit genau 20 Jahren das Blumenhaus Speckmann führt (siehe nebenstehendes Interview).

Dass aber auch Frauen den Valentinstag kritisch bewerten, macht Annette Dänekamp, Mitarbeiterin beim Bildungswerk Barßel deutlich. „Das ist doch reine Geschäftemacherei“, sagt die 54-Jährige, die insgeheim aber doch hofft, dass sie am Montag mit einem Blumenstrauß überrascht wird.

Blumen zum Valentinstag – „am liebsten Rosen oder Orchideen“ – wünscht sich auch Margaretha Grosser (70) aus Ramsloh. Die saterfriesische Autorin fände es ganz schön, wenn jeden Tag Valentinstag wäre. „Ich meine dabei nicht, dass man jeden Tag Blumen verschenken muss, ich denke eher daran, dass die Leute an jedem Tag nett zueinander sind.“