Nordenham - „Die schnelle Reaktion des städtischen Bauhofs hat einen großen Schaden verhindert und vielen Fischen in den Gateteichen des Leben gerettet“, stellte Willi Wilcke fest. Der 2. Vorsitzende des Fischereivereins Butjadingen ist froh darüber, dass nur wenige Fische dem plötzlichen Sauerstoffmangel im größeren der beiden Teiche zum Opfer gefallen sind.

Am Montagmorgen gegen 8.30 Uhr wurde der Bauhof telefonische darüber informiert, dass einige vermutlich tote Fische „kieloben“ in den Gateteichen treiben. „Wir haben uns sofort auf den Weg gemacht und den Fischereiverein als Pächter der Gewässer informiert“, berichtete Bauhofsleiter Rainer Stoffers.

Je fünf Mitglieder des Fischereivereins und Mitarbeiter des Bauhofes machten sich ans Werk, die toten Fische zu bergen. Es waren zunächst nur zehn, vornehmlich Brassen. Diese Zahl werde sich wohl noch ein wenig erhöhen, aber das große Fischsterben habe man rechtzeitig verhindern können, so Willi Wilcke.

Mit einem Kescher wurden auch die augenscheinlich bereits stark geschwächten Fische eingefangen und in einen als Bassin dienenden, mit Wasser gefüllten Container gebracht. Dort sollen sie sich erholen und anschließend im Inselsee in Kleinensiel ausgesetzt werden.

Nachdem in der vergangenen Woche der Sauerstoffgehalt in den Gateteichen noch 7,5 Milligramm je Liter betragen hatte, war er bis am Montagmorgen im großen Gateteich auf 1,5 und im kleinen Teich auf 4,2 Milligramm je Liter gesunken. Der Mindestsauerstoffgehalt für Fische liegt zwischen 3 und 5 Milligramm je Liter.

Die Ursache für das Sinken des Sauerstoffgehaltes kann nur vermutet werden. Dazu beigetragen haben nach Meinung von Willi Wilcke und Rainer Stoffers das warme Wetter und der in der Gateteiche-Anlage wegen des üppigen Baum- und Gehölzbestandes fehlende Wind.

Auch das verbotene Füttern der Enten und Fische sei für das Ökosystem kontraproduktiv. Dadurch produzieren Fische und Enten mehr Kot. Durch diesen höheren Nähstoffeintrag verringert sich die Sauerstoffkonzentration im Wasser.

Die soll jetzt in den Gateteichen wieder dadurch erhöht werden, dass die Wasserfontäne im großen Teich von 6 bis 22 Uhr (bislang 8 bis 18 Uhr) in Betrieb sein wird und eine starke Pumpe des Fischereivereins, die 165 000 Liter in der Stunde umwälzt, zur Belüftung der Teiche zum Einsatz kommt.