Afrikanische Klänge erfüllten die Schulaula, ein Elefant tanzte zum Rhythmus der Trommeln: der Auftritt der Tanztheater-Gruppe „Adesa“ aus Ghana war der Höhepunkt eines Aktionstages, den Schüler der Berufsschule Jever zum Thema „Eine Welt – eine Zukunft?“ veranstaltet hatten. An Info-Ständen informierten Projektgruppen der Schule sowie Gäste über fairen Handel, gesunde Ernährung, nachhaltige Landwirtschaft, Gleichberechtigung und Klimawandel. „Ich bin beeindruckt, wie gut sich die Schüler in das Thema eingearbeitet haben“, sagte Aukje Soepboer vom Wangerländer Verein WanGo, der unter dem Motto „Eine Brücke

nach Afrika“ sein humanitäres Hilfsprojekt für das Dorf Gogonyo in Uganda vorstellte. Ein paar Stände weiter informierten Jutta und Reinhard Hartwig vom Grafschafter Fair-Cafe über fair gehandelten Kaffee, während Ursula Hildebrand von der Aktion „Brot für die Welt“ anhand eines Films Alternativen zur industriellen Bananenproduktion in Südamerika aufzeigte. Sehr zufrieden war Lehrerin Marianne Scheele mit dem Erfolg der Veranstaltung. „Wir wollen die Schüler für die Probleme in der Dritten Welt sensibilisieren, wollen ihnen

aber auch klar machen, wie wichtig nachhaltige Bildung für das eigene Leben ist“, sagte sie. Bei den Schülern ist diese Botschaft offenbar angekommen: „Ich wusste kaum etwas über das Thema und sehe jetzt klarer“, lobte die 17-jährige Rebecca Fietz die Projektarbeit ihrer Mitschüler.

Das JeverArtEnsemble des Künstlerforums Jever gastierte mit seinem Erfolgsstück „Der Fall Luther“ auf dem Kirchentag in Bremen. In der gut besuchten St. Pankratius-Kirche zu Stuhr zeigten die Laien-Schauspieler, wie der alt gewordene Luther (Arno Wagner) sein Leben und Werk vor dem Ankläger (Michael Schmitt) und dem Richter (Jacky Rieling) verteidigt. Den jungen Luther spielt Ole Lambrecht. Sylvia Sievers-Peeks lieferte als Magd Grete eine großartige Vorstellung. Es war die 19. Luther-Vorstellung. Das Ensemble ist in 15 Kirchen allein auf der ostfriesischen Halbinsel aufgetreten. Das ist auch ein großer Erfolg für die Regisseurin Elke Münch, die mit dem Stück zunächst auf Skepsis gestoßen war.

Mit Trillerpfeifen und Rasseln wurden die Mannschaften in den Booten angefeuert, die sich kürzlich auf dem Ems-Jade-Kanal bei Sanderbusch spannende Wettrennen lieferten. Die Jugendabteilung des Kanu- und Segelvereins Sande hatte zum fünften Mal zum „Elefantenrennen“ eingeladen hatte. Die „Elefanten“ sind große Kanadier, die Platz für bis zu zehn Personen bieten. Die Kinder- und Jugendmannschaften müssen eine Strecke von 500 Metern zurücklegen. Insgesamt rund 70 Teilnehmer im Alter von fünf bis 30 Jahren aus acht Vereinen sowie Gäste aus Hamburg nahmen an dem dreitägigen Spektakel teil. Wer Lust hat, beim nächsten Mal aktiv dabei zu sein, sollte jetzt mit dem Training beginnen: Treffpunkt ist mittwochs von 16 bis 18 Uhr am Anleger am Kanal.

Erfolgreich kehrten die Schachmädchen des Mariengymnasiums Jever von den Deutschen Schulschach- Meisterschaften in Karlsruhe zurück. Insgesamt 18 Mannschaften waren am Start. Germaine Kickert, Jessica Siewert, Tanja Freesemann und Anna-Maria Scherf aus Jever spielten wie entfesselt und gewannen spannende Kämpfe gegen Lübeck, Hamburg und Kiel, erreichten jeweils ein Unentschieden gegen Mainz und Stade, und mussten sich

lediglich gegen den neuen Deutschen Meister Aschaffenburg und gegen Amstatt geschlagen geben. Am Ende belegten sie Platz 7.