SCHARREL - SCHARREL/HNW - Das Fest der goldenen Hochzeit feiert heute Adelheid und Aloys Naber aus der Straße „An der Kirche“ in Scharrel. Sie blicken auf einen gemeinsamen Lebensweg von 50 Jahren zurück. Zuerst wurde am 30. Januar 1956 auf dem Standesamt in Scharrel der Bund fürs Leben geschlossen. Die kirchliche Trauung folgte am 1. Februar in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Scharrel. Dort hatte Pfarrer Franz Lammerding das Paar gesegnet.
Aloys Naber wurde am 7. Juli 1917 in Ramsloh-Hollenermoor geboren, besuchte die Volksschule in der Bauerschaft Hollenermoor und war danach zunächst in der elterlichen Landwirtschaft tätig. Bis er 1939 zum Kriegsdienst eingezogen wurde, war er als Malergeselle tätig. Während des Krieges musste er am Frankreichfeldzug teilnehmen, wurde nach Russland geschickt und geriet dann 1944 in englische Gefangenschaft, die ihn nach England und Ägypten führte. Nach seiner Rückkehr 1947 nahm er die Malertätigkeit wieder auf und legte 1952 seine Meisterprüfung ab. Nach der Hochzeit half dann Ehefrau Adelheid im Malergeschäft mit.
Die Jubilarin Adelheid Naber, geborene Tellmann, wurde am 29. März 1930 in Scharrel-Neuwall geboren, besuchte die Volksschule und war nach ihrer Schulzeit bis zur Heirat in der elterlichen Landwirtschaft tätig.
Kennen gelernt haben sich die beiden dann 1948 im Gemischten Chor „Eintracht“, denn ihre Leidenschaft gehört der Musik. Deshalb ist Adelheid Naber auch heute noch im Chor aktiv. Als echte Saterfriesin gehört sie auch zu den „Seelter Sjungere“, die mit saterfriesischen Texten zu vielerlei Anlässen begeistern.
Ihr Ehemann, der auch Mitglied der Kolpingfamilie ist, hatte die Sänger der „Eintracht“ 30 Jahre lang – bis 1992 – als Dirigent begleitet. Auch den Musikverein Scharrel hat er zehn Jahre dirigiert. In der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Scharrel hatte Naber 1955 den Dienst als Organist und Küster übernommen. Insgesamt 50 Jahre, nämlich bis 2005, hatte er die Ämter inne. Die enge Verbindung zur Kirche zeigte sich schließlich auch darin, dass das Ehepaar ein Grundstück in unmittelbarer Nähe zur Scharreler Kirche aussuchte, auf dem sie 1974 mit dem Hausbau begannen.
Zum Fest gratulieren heute zwei Töchter und zwei Söhne mit Ehepartnern, vier Enkel sowie Verwandte, Freunde und Bekannte.
