Moorriem - Über viele Jahre haben sich die Hobbyfotografen Jens Harms und Kai Kinghorst fotografisch den Schönheiten und Besonderheiten der Uferlandschaften von der Juliusplate bis hin zum Elsflether Sand angenommen. Seit vier Jahren widmen sich Harms und Kinghorst – beide zählen zur Arbeitsgemeinschaft der Berner „Lichtbildner“ – dem Naturschutzgebiet „Wittemoor“.
Kai Kinghorst: „Es brauchte eine Weile, bis das Wittemoor sein mystisches Gesicht offenbarte und wir unsere fotografische Wahrnehmung darauf einstellen konnten. So haben wir uns der Aufgabe gestellt, den fast vergessenen Mythos dieser Landschaft durch unsere Sichtweise darzustellen.“
Was die Fotografen durch ihre Linsen wahrnahmen, ist jetzt in ihrer Ausstellung im Moorriemer Landcafé in Bardenfleth zu sehen. Die Eindrücke der Hobbyfotografen spiegeln sich im Ausstellungstitel wider: „Schaurig schön – Wittemoor“.
Das Wittemoor ist mit seinen rund 380 Hektar der verbliebene Rest eines Randhochmoores im Übergang von der Delmenhorster Geest zu den Wesermarschen und wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Das ehemals stark beeinträchtigte Gebiet ist jetzt nach der Wiedervernässung ein Lebensraum für eine Vielzahl von hochmoortypischen Tier- und Pflanzenarten.
„Die schönsten Motive finden wir im Frühling, Herbst und Winter“, erzählt Kai Kinghorst, „im Sommer ist es dort vor Mücken nicht auszuhalten.“ Besonders „schaurig, aber auch schön“ zeigt sich das Wittemoor, wenn in aller Frühe die Nebel zwischen abgestorbenen Bäumen wallen, wenn die Sonne aufgeht, wenn Fliegenpilze ihre rot-weißen Hüte zeigen und wenn Frosttage die Landschaft verzaubern.
Zu sehen ist die Fotoausstellung bis zum 1. Juni.
