Bad Zwischenahn - Einmal ist vollbracht, drei Dutzend weitere Auftritte folgen bis November. Vor geladenen Gästen hat das Spälköppel des Vereins für Heimatpflege am Sonnabendabend „Us Dörp“ gespielt – und für einen kurzweiligen Abend gesorgt.

Und die Aufführung war gleich in mehrfacher Hinsicht eines besondere Premiere: So war es erst das zweite von „Spälbaas“ Klaas Düring selbst geschriebene Stück. Und erstmals versuchten sich Düring als Gustav und Sabine Krüger (seine Frau Erna) nicht nur als schauspielerndes Paar, sondern auch als musizierendes: Gustav an der Gitarre und beide im Duett singend. Vor allem aber standen zwei Schauspieler erstmals auf der Bühne des Ammerländer Bauernhauses: Das aber merkte man weder Yvonne Gertje als junge Deern Lina an, noch Wilfried Weinkauf, ihr Freund und Sohn des Hauses, für den Erna Großes vor hat.

Die wenigen Textunsicherheiten der Darsteller fielen kaum auf, „Topuster“ Kea Bischof und Marion Düring mussten zumindest nicht merkbar eingreifen. Und dass nicht nur neueste Witze lustig sind, zeigte die Reaktion der Zuschauer.

Aber auch der Inhalt des Stücks mit Bezug zum Kurort sorgte für deren Erheiterung, spielte doch der unheilvoll über dem Dorf schwebende Hotelneubau immer wieder eine Rolle. Auch dass Lina für ein neues Jugendzentrum eintrat, dürfte kaum Zufall gewesen sein. Die Forderung von Feuerwehrmann Otto (Heiner Bischof) nach einem neuen Spritzenhaus – nach reichlich Alkoholkonsum auch schon mal Spitzenmus – schon eher.

Neben Krüger, Düring, Bischof und den beiden Debütanten spielten Klatschtante Lies Snackewatt (Inge Warnken) sowie der reiche Bauunternehmer Fied Brunsenharms (Torsten Schiller) mit.

Noch 36-mal wird „Us Dörp“ aufgeführt, wöchentlich montags, mittwochs, freitags und sonnabends um 20 Uhr. Karten gibt es im Ammerlandhus, Auf dem Winkel 26. Geöffnet ist montags bis sonnabends von 8 bis 12 Uhr und mittwochs bis freitags von 16 bis 18 Uhr.

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)