von Hans Begerow
Frage:
Frau Bohlken, die Spieler des Niederdeutschen Theaters müssen ja ordentlich Appetit mitbringen. Oder ist das gar kein richtiges Essen, das bei der Vorführung verspeist wird?Bohlken:
Doch, das ist richtiges Essen. Das Fleisch bekommen wir von Schlachter Kuhlmann aus Bockhorn. Die Knödel werden selbst gemacht, auch der Rotkohl. Wir haben hinter der Bühne eine komplette Küche, zwei Mikrowellen, Kühlschrank, Gefriertruhe, einen Vierplatten-Herd, auf dem unter anderem die Würstchen heiß gemacht werden. Die Torten werden selbstgebacken von Grete Brahms und Carola Hobbiejanßen.Frage:
Was sagen denn die Schauspieler dazu? Das müssen die doch immerhin zwölf Aufführungen durchhalten.Bohlken:
Die Schauspieler haben als erstes beantragt, dass die anschließende Diät auch auf Kosten der Bühne geht. Aber das ist nicht schlimm. Es gibt ja Null-Diäten – und die kosten nichts. Es gibt eine Person im Stück, die wirklich viel essen muss, und das ist Ines Backermann. Wir werden es nach der sechsten Vorstellung sehen, ob sie es dann noch kann.Frage:
Aber auch Wilhelm Wilken haut tüchtig rein.Bohlken:
Das muss er auch. Aber es gibt jetzt keine Süßigkeiten mehr hinter der Bühne wie sonst. Das mag keiner mehr.Frage:
Wurde denn zur Premierenfeier noch aufgetischt?Bohlken:
Doch, es ist ja nicht nur ein Premierenessen für die Spieler, sondern für die hinter der Bühne. Wenn man das Stück sieht, bekommt man Hunger: Die Maske, die Technik.Frage:
Vielleicht sollten Sie in der Pause Kartoffelsalat und Würstchen servieren.Bohlken:
Dafür haben wir leider keinen Platz. Und unsere Helferinnen sind mit dem Servieren von Kaffee, Tee und Sekt schon ausgefüllt.In „Swieg still, Jung“, der neuen Inszenierung des Niederdeutschen Theaters Neuenburg, wird viel gegessen. Fragen an Bühnenleiterin Insa Bohlken.
