Zetel - „Theater zum Englisch lernen“ hieß das Motto am Dienstag in der Haupt- und Realschule Zetel. Zu Gast war das „White Horse Theatre“, das in der Pausenhalle der Schule für viel Wirbel sorgte und sowohl die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6, als auch die der neunten und zehnten mit rasantem Spiel und viel Situationskomik amüsierte.
Das Theater, das seinen Sitz heute in Westfalen hat, ist nicht zum ersten Mal in Zetel, wie Schulleiterin Heike Neumann erklärte. Jutta Tetz, als Lehrerin für den Fachbereich Englisch zuständig, hatte bereits mehrfach Kontakt zu den Schauspielern geknüpft und dabei auf das richtige Ensemble gesetzt. Das wirbelte über die Bühne, sprach – für die Jugendlichen leicht verständlich – Englisch, vermittelte nachvollziehbar die Handlung und mischte sich zur Freude aller unter das Publikum. Hier verzichteten die Darsteller nicht darauf, die Mädchen und Jungen anzusprechen und sie in die Handlung einzubeziehen.
„Wir haben auf jeden Fall immer gute Erfahrungen gemacht“, freut sich Heike Neumann über das pädagogische Tourneetheater, das inzwischen zur europaweit größten professionellen Theatergruppe dieser Art geworden ist. Pro Jahr, so steht es in der Bilanz des Ensembles, sehen sich rund 350 000 Schüler die Aufführungen an. Das „White Horse Theatre“ gastiert hauptsächlich an Gymnasien, Real- und Hauptschulen, aber auch in Kulturhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen und mittlerweile auch an immer mehr Grundschulen. Wie aus der Biografie hervorgeht, bezieht sich der Name des Theaters auf das Symbol des weißen Pferdes auf der Flagge der angelsächsischen Einwanderer, die vor 1500 Jahren aus Deutschland nach England kamen. Das weiße Pferd ist das Wappen von Westfalen und von Kent, wo der Theatergründer Peter Griffith geboren wurde.
