Zetel - „Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“, so lautet das Motto des ökumenischen Gottesdienstes anlässlich des Zeteler Marktes am Sonntag, 11 Uhr, im Festzelt auf dem Ohrbült. Die Pastoren Sabine Indorf und Michael Trippner luden am Donnerstag während der großen Interessentenversammlung des Volksfestes zu diesem Gottesdienst ein.

Die Zusammenkunft eröffnete Michal Hempen, Vorsitzender des Oldenburger Schaustellerverbandes und Vizepräsident des deutschen Schaustellerbundes. Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann wünschte allen Beteiligten des Volksfestes, die Lauxtermann als „große Familie“ bezeichnete, gute Geschäfte. Von der Verwaltung erläuterten dann Olaf Oetken und Matthias Kraul den zeitlichen Ablauf der viertägigen Veranstaltung. Von der Polizei machte Gerd Kozlowski auf die Jugendkontrollen am Marktsonnabend aufmerksam: „Das hat sich bewährt.“ Die Zahl der Straftaten sei in den vergangenen Jahren rückläufig.

Michael Hempen ging auf die ständig steigenden Kosten ein: „Bedauerlich ist in diesem Zusammenhang die Gebührenerhöhung in Zetel.“ Die Gemeinde hatte die Marktgebührensatzung erhöht (NWZ  berichtete). Bürgermeister Heiner Lauxtermann sprach von einer vertretbaren Lösung. Die Gemeinde sei aber für Gespräche offen.

Ehrungen standen außerdem auf der Tagesordnung. Der Bürgermeister und der Marktausschuss-Vorsitzende Bernd Fahrenhorst zeichneten folgende Schaustellerbetriebe für 25-jährige Treue zum Zeteler Markt aus: Karl-Heinz Hempen (Greifer), Helga Strohmann (Brezel-Bäckerei), Bernd Böseler, ehem. Janßen (Griechische Spezialitäten) und Marvin Meyer (Pizza-Spezialitäten).

Krönender Abschluss des Treffens war unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ der humorige Vortrag von Karl-Heinz Langenscheidt. Der langjährige Vorsitzende des Vereins reisender Schausteller Ostfrieslands unterhielt in gekonnter Art mit einer Zeitreise. Mäuseschlucker, Boxer und Schaubuden waren nach den Worten des Redners in der Vergangenheit die großen Attraktionen des traditionsreichen Volksfestes. Der Markt habe im Verlauf der vielen Jahre nichts von seiner Attraktivität verloren – auch wenn keiner mehr Mäuse verschluckt.