Altona - Gut 200 der 1500 Mitglieder in einem der elf Hegeringe der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst sind am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung nach Altona gekommen. Dort eröffnete Vorsitzender Karl-Wilhelm Jacobi die Tagesordnung, die neben den Regularien mit aktuellen Informationen aus der Landesjägerschaft auch mit einem Vortrag „Neues vom Wolf“ der beiden Wolfsberater Carsten Sauerwein und Gerhard Frensel aufwartete. Zudem standen diverse Ehrungen auf dem Programm.
Bei den anstehenden Vorstandswahlen erhielt Martin Schröder als Schatzmeister und damit Nachfolger von Udo Müller das Vertrauen. Wiedergewählt wurden neben dem Vorsitzenden auch der 2. Vorsitzende Helmut Blauth und Schriftführer Lars Kosten.
In seinem Jahresbericht ging Jacobi auf eine mögliche Beitragserhöhung ein, da die Rücklagen schmelzen und mehr Öffentlichkeitsarbeit Geld verschlingen würden. „Ich denke, so in zwei oder drei Jahren werden wir uns darüber unterhalten müssen.“
Zum Thema Schießstand Gut Altona berichtete der Vorsitzende von zwei Baustellen. Zum einen steht die Sanierung des Schrotfangwalls an, der nur mit Zuschüssen auch aus Hannover saniert werden könne. Baubeginn soll mit Beginn der Sommerferien sein. Die andere Baustelle betrifft das Schießstandpersonal. Uwe Gropp und Udo Leibscher wollen kürzer treten. Rudi Vesely gibt den Posten ganz ab. Jacobi setzt auf das Prinzip Hoffnung und wartet auf Meldungen Freiwilliger.
Das Infomobil der Kreisjägerschaft wird zehn Jahre alt. Der Geburtstag soll am 4. Juli ganztägig in der Pfadfinderbildungsstätte in Sage aller Voraussicht nach stattfinden. Jacobi dankte Heiko Pape und den Förderern des Lernorts Natur.
Weitere Stichwörter im Vortrag des Kreisvorsitzenden waren das Niederwild und mögliche Ursachen des Rückgangs, aber auch die Biotopfonds und Blühstreifen (130 ha in 2014).
Viel Beachtung nahm die freiwillige Rückkehr der Wölfe nach Deutschland und auch Niedersachsen ein. Eine Rückkehr, die in allen Gesellschaftskreisen zu heftigen Diskussionen geführt hat: von totaler Begeisterung bis hin zur totalen Ablehnung, meistens begleitet von hohen Emotionen. Die Wolfsberater Carsten Sauerwein und Gerhard Frensel schilderten die derzeitige Arbeit und neueste Spuren vom Wolf.
