Brake - Nachdem sich der Frühling gelegentlich schon von seiner besten Seite zeigt, ist es soweit: Die Flohmarkt-Saison ist eröffnet. Für die Aussteller ist es an der Zeit, die verstaubten Antiquitäten und jeglichen Trödel aus den Kellern und Dachböden zu holen, und für Flohmarkt-Liebhaber heißt es: Bummeln was das Zeug hält. Diese Gelegenheit wurde bei dem ersten diesjährigen Flohmarkt auf dem Famila-Parkplatz am Sonntag eifrig genutzt.
Bereits von Weitem waren die Menschenmassen zu sehen, die in Richtung Famila-Center liefen. Wer einen Parkplatz ergattern wollte, musste sich gedulden oder in Kauf nehmen, ein paar Schritte mehr zu laufen.
Stände statt Autos
Zahlreiche Aussteller präsentierten ihre Verkaufsgegenstände auf dem sonst von Autos genutzten Parkplatz. Das Einzige, was sich hier am Sonntag bewegte, waren indes keine Autos, sondern die Flohmarktbesucher, die von einem Stand zum nächsten wanderten. Kein Wunder, denn zu kaufen gab es hier die unterschiedlichsten Dinge. Ob Kleidung, Schmuck, Spielzeug oder Bücher und Gemälde – es war für jeden etwas dabei. Auf die Frage, wo man all die hier zum Kauf angebotenen Dinge herbekommt, antworteten die meisten Aussteller ähnlich: Es sind Gegenstände, die von Haushaltsauflösungen übrig geblieben sind, oder solche, die die Anbieter selbst nicht mehr benötigen.
Die Oldenburgerin Jutta Onken etwa gehört nach eigenen Angaben zu den Stammverkäufern. „Hier ist es viel gemütlicher als in den größeren Städten“, sagte sie. Auch Karin Hinrichs verkauft regelmäßig auf dem Braker Flohmarkt. Besonders erfreut zeigte sie sich über das gute Wetter, das bis zum Nachmittag – und damit nahezu bis zum Ende des Flohmarkts – anhielt. „An einigen Tagen haben wir hier in Regenjacken gesessen und konnten das Wasser aus unseren Schuhen auskippen“, erinnerte sich die Oldenburgerin mit einem Lächeln.
Wetter spielt mit
Die Schnäppchenjäger zeigten sich ebenfalls erfreut über die Wetterlage; sie hatten dadurch beim Bummeln noch mehr Spaß. „Wir versuchen jedes Mal herzukommen, wenn das Wetter es zulässt“, erzählte Claudia Eilers aus Jaderberg, die gemeinsam mit ihrer Schwester Katja zum Flohmarkt gekommen war. „Und ich bin auch schon fündig geworden“, fügte Claudia Eilers hinzu und zeigte stolz auf ihren neuen Ring und ihre Kette.
Kurz darauf entdeckte sie eine schwarze Elefantenstatue, die sie dann auch unbedingt mitnehmen musste.
Ebenfalls fündig wurden Sigrid Wöbken und Johann Schürmann aus Brake. „Ich habe einen schönen schlichten Nähkorb gekauft, den ich gerne bemalen und ein wenig aufpeppen möchte“, sagte die Hobby-Bastlerin.
Ob Elefantenstatue oder Nähkorb – manchmal lassen sich gerade auf einem Flohmarkt kleine Schätze finden, bei denen es zu schade wäre, wenn sie nur im Keller oder auf dem Dachboden verstauben würden.
