Ofenerdiek/Bümmerstede/Osternburg - Eine schöne Bescherung: So kann man die Veranstaltungen zum ersten Advent in den verschiednen Stadtteilen wohl zusammenfassen – vom Norden bis in den Süden.

Eine Tradition mit Neuem gemischt hat der Verein Handel und Gewerbe Ofenerdiek (Hugo) in diesem Jahr bei seinem Fest „Ofelia“ (Ofenerdiek im Lichterglanz) unter der mit Tausenden kleinen Lämpchen dekorierten Eiche auf dem Bahnhofsvorplatz. Neu war die Rückkehr auf den alten Festplatz am Baum. Acht Jahre lang war man, nach dem Einschalten der Lichterketten, zum Feiern auf den Platz am Kulturzentrum Ofenerdiek gewechselt. Das wollte der Hugo-Vorstand (wie berichtet) nicht mehr. Diesmal war ein beheiztes Zelt unter der Eiche aufgebaut worden, und die Gäste kamen, um zu bleiben.

Kritische Stimmen im Vorfeld seien letztlich verstummt, sagt der Hugo-Vorsitzende Hilbert Schoe. Seine Bilanz des Lichterfestes: „Es war großartig.“ Denn Ofenerdiek habe Zusammenhalt im Zeichen der Oldenburger Tafel gezeigt. Für diesen Verein war der Erlös der Tombola gedacht, „die von unseren Mitgliedsbetrieben optimal bestückt worden war“, so Schoe. Und die Besucher – zumeist Ofenerdieker – kauften ordentlich Lose, um einen der 150 Preise zu gewinnen. „Fast 1000 Lose gingen weg, in den Vorjahren war es immer so um die 500“, erzählt Schoe. Von dem Erlös werde man nun Waren für die Tafel erwerben. „Durch geschickten Einkauf holen wir da sicherlich Waren im Marktwert von rund 2000 Euro raus“, ist er überzeugt.

Zum Auftakt des Lichterfestes spielte – traditionell – der Posaunenchor der Kirchengemeinde. Spaß hatten Groß und Klein bei der von dem Ensemble initiierten Mitsingaktion. Und egal, wie modern die Zeiten sind, Kaspertheater fasziniert Kinder immer. Hier schaffte das die Oldenburger Puppenbühne Heyderhoffmann. Viel los war in der Weihnachtsbäckerei von Müller & Egerer, und auch der Weihnachtsmann wurde eng umzingelt. Eine schöne Bescherung eben.

Das war beim ersten Weihnachtsmarkt in Bümmerstede nicht anders. Diese Premiere wollte sich der Weihnachtsmann nicht entgehen ließ. Dann hätte er auch wirklich etwas versäumt, denn: „Es war super.“ So urteilt Monika Osterhues vom Festausschuss der Siedlergemeinschaft St. Peter (Verband Wohneigentum Bümmerstede).

Die Siedler hatten den Weihnachtsmarkt an der St.-Josef-Kirche organisiert. 20 Aussteller waren dabei. Die Besucher kamen laut Monika Osterhues nicht nur aus dem Viertel, sondern auch aus Krusenbusch, Kreyenbrück, aus Sandkrug und Wardenburg. „Und erfreulicherweise auch ganz viele aus dem Altenheim in unserem Stadtteil.“ Die Siedlergemeinschaft freut sich über das viele Lob und verspricht schon jetzt: Im nächsten Jahr gibt es wieder einen Weihnachtsmarkt.

Abschied wurde dagegen im Mehrgenerationenhaus an der Cloppenburger Straße 9 gefeiert. Der Weihnachtsmarkt war die letzte große Veranstaltung in dem denkmalgeschützten Gebäude, das (wie berichtet) von der Kirchengemeinde verkauft worden ist.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg