Oldenburg - Freie Wahl oder doch von Schicksalsmächten bestimmt: Die Heldinnen und Helden aus Oper und Operette können es sich oftmals nicht aussuchen, wem sie sich hingeben oder verweigern. Die Zuschauer hingegen können genau das genießen: Es ist der Stoff, aus dem große Arien gewoben werden. Beim 47. Opern- und Presseball wird Musikfreunden wieder einiges geboten. Frei nach dem Motto „Qual der Wahl“ kann sich jeder aus dem aktuellen Repertoire des Theaters eine (oder auch mehrere) Lieblingsarien aussuchen.

Den Auftakt macht an diesem Abend das Oldenburgische Staatsorchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Roger Epple mit der Ouvertüre aus Leonard Bernsteins „Candide“.

Mit temperamentvollem Tanz und schöner Stimme weiß Carmen in George Bizets gleichnamiger Oper Männern den Kopf zu verdrehen. Geneviève King ist mit der Habanera „L’amour est un oiseau rebelle“ (Die Liebe ist ein wilder Vogel) zu hören.

Paul Brady singt dann aus Gioachino Rossinis komischer Oper „Barbier von Sevilla“ die große Arie des Figaro „Largo al factotum“ (Ich bin das Faktotum der Stadt).

Und Mareke Freudenberg ist als leichtfertig kokette Musetta zu hören. Aus Giacomo Puccinis „La Bohème“ präsentiert sie „Quando me` vo“ (Wenn ich weg gehe). Überdies interpretiert die Sopranistin noch gemeinsam mit Michael Pegher aus Franz Lehars „Lustiger Witwe“ das Duett „Lippen schweigen“.

Und nach New York an den Times Square entführt dann noch einmal die Musik Bernsteins mit Episoden aus „On the Town“, ehe alle Gäste mit dem ersten Walzer in die Ballnacht tanzen können.