SCHöNEMOOR - Wenn ein Weihnachtskonzert nach Weihnachten stattfindet, hat das zwei große Vorteile: Die Zuhörer haben mehr Zeit und die Mitwirkenden sind weitaus weniger im Stress. So fand das Weihnachtskonzert am Dienstagabend in der St.-Katharinen-Kirche in einem ausgesprochen harmonischen Rahmen statt. Das nahezu sieben Jahrhunderte alte Gotteshaus bildete die stimmungsvolle Kulisse für ein gut einstündiges Konzert, bei dem das Publikum an drei Stellen Gelegenheit hatte, aus voller Kehle mitzusingen.

Für Ralf Mühlbrandt war es nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine sportliche Herausforderung: Er spielte nicht nur die Orgel auf der Empore, sondern leitete auch die Kantorei St. Katharinen, deren Mitglieder im Altarraum Platz genommen hatten. Glücklicherweise ist die Kirche nicht besonders groß, so dass die „Zwangspausen“ kaum auffielen.

Heidrun Lübsen (Solosopran) sowie Kirsten Illemann und Imme Kühler (Flöten) sorgten mit drei polnischen Weihnachtsliedern für eher ungewohnte Weihnachtsklänge. Ohne Textzettel ebenfalls kaum zu bewältigen waren die Weihnachtslieder „O Bethlehem, du kleine Stadt“ sowie „Ich steh an deiner Krippen hier“, bei denen die Zuhörer zum Mitsingen aufgefordert wurden. Keine Textschwächen indes gab es, als das bald 500 Jahre alte „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ angestimmt wurde.

Wer nach dem Konzert noch nicht sofort in die Kälte gehen wollte, konnte bei Tee oder Glühwein noch vor dem Heimweg ein wenig Kontaktpflege betreiben.