Bad Zwischenahn - Über ein schönes Konzert freute sich Sängerin Beatrix Mosqueda-Steinhoff: „Es war total schön. Wir hatten ein wundervolles Publikum. Viele Leute haben sich am Ende persönlich bedankt und verabschiedet.“ Einige der rund 80 Zuhörer seien sogar extra aus Bremen angereist. Dazu komme das besondere Ambiente des Spiegelsaals im Alten Kurhaus, in dem das Konzert stattfand.
Das Konzert sollte aber nicht einfach nur unterhalten, es sollte auch etwas für den guten Zweck herumkommen. Am Ende konnte sich Mosqueda-Steinhoff nicht nur über ein tolles Konzert, sondern auch über einen Gesamterlös von 750 Euro für ihren Verein „Tukul – Hilfe für äthiopische Waisenkinder“ freuen. Begleitet wurde die Sängerin von Wilhelm Hofmann am Klavier und Manuel Bunger an der Gitarre. Beide Musiker verzichteten auf ihre Gage.
Einen konkreten Verwendungszweck für das Geld gibt es bereits: Von dem Erlös soll die Operation für die äthiopische Mutter Wubit Kassa bezahlt werden, die an Aids erkrankt ist. Der Eingriff ist für die Frau im Rollstuhl lebensnotwendig. „Die Mutter ist bettelarm, hat keine Bildung und musste sich prosituieren, damit sie und ihre Tochter nicht verhungern“, erklärte Mosqueda-Steinhoff. Dabei habe sie sich mit dem Virus infiziert.
Für die Tochter habe man bereits einiges tun können. Auch ein Nahrungsmittelzuschuss wurde für die kleine Familie organisiert. „Wir wollen dem Kind aber auch möglichst lange seine Mutter erhalten“, sagte die Sängerin.
Die Operation soll noch in dieser Woche in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba stattfinden. Mit dem gespendeten Geld lasse sie sich durchaus finanzieren. Am 24. November will Mosqueda-Steinhoff selbst wieder nach Äthiopien reisen und sich ein Bild von der Situation machen.
