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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Konzerte: Schönes rund um den Dom

22.08.2016

Bremen Könnte es sein, dass er an diesem Abend mal kurz gelächelt hat? Seit mehr als 600 Jahren wacht der Bremer Roland vor dem Rathaus über das Geschehen. Doch einmal im Jahr blickt der überlebensgroße Steinmann auf eine besondere Nacht voller Musik herunter: Mit der „Großen Nachtmusik“ wurde nun das Musikfest Bremen eröffnet.

Hochklassig

Auch, wenn das nun in seine 27. Auflage gehende Musikfest längst nicht so alt ist wie das Bremer Wahrzeichen – der bunte Eröffnungsabend hat sich als Tradition etabliert. Dabei ist schon die Vielfalt eindrucksvoll: An neun Spielstätten und in drei Zeitschienen wurde musiziert, eine zunehmend wichtige Rolle spielt dabei der Jazz, der nun durch so Musiker wie dem Funk-Trompeter Roy Hargrove vertreten wurde. Doch auch im „klassischen“ Repertoire waren einmal mehr hochklassige Künstler zu hören.

So gastierte beispielsweise die Pianistin Olga Scheps, ebenso das Kelemen Quartett, aber auch das Quatuor Ebène, ein noch junges, doch längst weltweit tätiges Streichquartett aus Frankreich. In der Rathaushalle spielten die vier Musiker das Quartett Debussys mit großer Genauigkeit und berückender Schönheit. So bezauberte der langsame Satz mit Tonästhetik in allen vier Stimmen, einer außergewöhnlichen Vibrato-Vielfalt und dem bei aller Präzision freien Umgang mit dem Tempo.

Ganz anders in der Glocke: Dort war an diesem Sonnabend Europa Galante zu Hause, das renommierte italienische Barockorchester mit seinem Dirigenten Fabio Biondi. Sie ließen beispielsweise Vivaldi-Arien mit der für ihre Stimmvirtuosität bekannten Mezzosopranistin Vivica Genaux hören, und setzten den romantischen Kontrapunkt mit Chopins erstem Klavierkonzert und dem argentinischen Pianisten Nelson Goerner. Auf einem historischen Erard-Flügel spielend, entwickelte Goerner eine metrisch präzise, strukturierte und entschlackte Variante des Werks.

Alte Musik ist alljährlich ein zentraler Bestandteil der Großen Nachtmusik, die Gothic Voices gingen da mit Werken aus dem 12. und 13. Jahrhundert gar in eine Zeit zurück, in der selbst der Roland noch nicht über die Hansestadt wachte.

Kunstvoll

Nicht ganz so alt sind die Kantaten Rosenmüllers und Bachs, die im Dom zu hören waren. Das auf historische Spielweisen spezialisierte Vokal- und Instrumentalensemble Gli Angeli Genève um Stephan MacLeod lieferte virtuoses Spiel auf historischem Instrumentarium und kunstvoll artikulierten Gesang.

Wer danach aus dem Dom trat, blickte auf die nächtliche, doch immer noch äußerst belebte Bremer Innenstadt. Mit prachtvollen Illuminationen wurde das Ambiente in ein besonderes Licht gesetzt, bei dem selbst der alte Roland neu erstrahlte.

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