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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Musik: Schönstes Gruseln mit schaurigen Melodien

20.06.2016

Oldenburg Der flirrende Klang der Geigen baute langsam Spannung auf. Die Fanfaren der Blechbläser kündigten das Unheil an: der Teufel (Stefan Vito) erschien und sprach mit verzerrter Stimme.

„Kinder, haltet euch an einem Erwachsenen neben euch fest, es wird gruselig“, warnt Thomas Honickel. Der Dirigent des Oldenburgischen Staatsorchesters hatte sich für das vierte Familienkonzert am Sonntag einiges einfallen lassen. Unter dem Motto „Von Geistern und Gespenstern“, erklang Gruselmusik.

Vor einer Leinwand, auf die ein dunkles Schloss im Licht des Vollmondes zeigte, lauschte man der Arie des Ännchens aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber. Mezzosopranistin Yulia Sokolik verzauberte mit ihren feinen Verzierungen die Zuhörer.

Als „Teufelsgeiger“ entpuppte sich Soloviolinist Lev Gelbard. Auf Wunsch des Publikums verstimmte er sogar seine Geige. So forderte es auch das Stück „La danse macabre“ von Camille Saint-Saëns. Der gesamte Klang des Orchesters unterstrich die spannungsgeladene Stimmung durch kurze, leicht gespielte Töne in Bläsern und Streichern und den dunklen, zitternden Klang der Pauken.

Die Dunkelheit der Nacht spielte auch im „Erlkönig“ von Franz Schubert und der Orchesterversion von Max Reger eine zentrale Rolle. Mit seiner hellen, glasklaren Stimme beeindruckte Knabenso­pran Michal Hoffmeyer als Sohn des Erlkönigs das Publikum. Das Mitglied des Klanghelden Jugendchores konnte mit den Routiniers mithalten. Kammersänger Paul Brady (Vater) changierte seinen Ausdruck zwischen Stärke und Liebe für sein Kind.

Gebannt lauschten die Kinder und Erwachsenen auch den Ausführungen des Generalintendanten Christian Firmbach. Mit dramatischen Pausen schilderte er den „Albtraum“ aus der „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz. Dazu lieferte das Orchester ausdrucksstarke musikalische Bilder von flatternden Fledermäusen und schaurigen Gestalten, Geistern und Hexen der Dunkelheit.

Mit Webers „Wolfsschluchtszene“ aus dem Freischütz setzten die Musiker einen furiosen Schlusspunkt unter das Konzert. Gänsehautpotenzial hatte das Zusammenspiel von Orchester und Klanghelden Jugendchor sowie dem Klangensemble Oldenburg, dem Chor aus Eltern und Freunden. Auch Bariton Paul Brady unterhielt gesanglich und schauspielerisch als Jäger „Kaspar“.

Die Zuhörer des Familienkonzertes erfreuten sich am großen Einsatz, an der Spielfreude und an einer gelungenen Umsetzung der Stücke durch das Oldenburgische Staatsorchester.

Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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