Wildeshausen - Das saß. Gewehr geladen, abgedrückt – und schon fiel der Papagoy von der Stange. Mit seinem allerersten Schuss in der Vorrunde holte Lars Kröger bereits den Vogel von der Stange. Doch dann bewies er in zwei weiteren Stechen, dass er auch über gute Nerven verfügt.
30 Männer hatten sich zum Schießen angemeldet. In fünf Gruppen fand die Vorrunde statt. Neben Kröger setzten sich dort einige alte Bekannte vom Königsschießen durch – Dirk Schnittker (47), Kai Niester (28), Frank Imhoff (47) und Uwe Flege (48).
Im Finale erwartete den neuen König dann ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst klappte es für den Verkaufsleiter im Außendienst dann nicht wieder auf Anhieb. Eine ganze Reihe von Schüssen war nötig. Doch dann jubelte Kröger erneut.
Der Papagoy war gefallen. Sein Club, Los Gilderados, wollte schon auf den Schießplatz stürmen. Doch die Jury unter Vorsitz von Artur Gabriel entschied: Gemeinsam mit Kröger hatte auch Uwe Flege den Vogel getroffen. Moderator Manfred Wulf erklärte den rund 2000 Menschen auf dem Krandel: Für beide wurde ein Stechen angesetzt.
Nur wenige Minuten später jubelte der junge König erneut. Um Punkt 19.36 Uhr hob auch Gabriel den Daumen. Und dann gab es für die Gilderados kein Halten mehr. Sie stürmten auf den Platz, ließen ihre neue Majestät hochleben. Und dann durfte er auch seine Melanie endlich in den Arm nehmen. „Ich bin total erleichtert“, meinte der neue König. Unter riesigem Beifall setzten ihn dann die Vorjahres-Könige auf den Thron.
