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Filmfest Oldenburg Schon mal ein Appetitanreger

Klaus Fricke

Oldenburg - Das Grauen geht um in der Rosenstraße nahe beim Oldenburger Hauptbahnhof. Da sucht eine junge Frau das Manuskript ihres Chefs für eine Rede, findet aber nur zahllose Blätter mit einem einzigen obskuren Satz drauf. Sie liest die Worte wieder und wieder, hört dann ein Geräusch, dreht sich um und … Schock!

Gemach, es ist doch „nur“ ein Film. Stanley Kubricks Thriller „The Shining“ wird hier eifrig zitiert, zu Werbezwecken. Schließlich soll ganz Deutschland wissen, dass vom 14. bis 18. September das 23. Filmfest Oldenburg stattfindet.

Viele Entdeckungen

Und wer böte sich besser an, in dem aktuellen Filmfest-Trailer (Kinostart am 18. August) die frohe Kunde ebenso verschmitzt wie gruselig zu verbreiten, als die Nachahmer von Jack Nicholson und Shelley Duvall. Festivalchef Torsten Neumann und Schauspielerin Leni Wesselmann spielten allerdings im Büro in der Rosenstraße.

Der dreiminütige Appetitanreger (Regie führten Deborah Kara Unger und Neumann) weist bereits darauf hin, was in einem Monat zu erwarten ist: „Es werden wieder fünf Tage sein, die etwas mit der Stadt anstellen und ihre Atmosphäre verändern“, freute sich der Filmfestdirektor. Es müssen ja nicht gleich, wie in „Shining“, Mord und Totschlag sein, Spannung und Grusel reichen auch.

Mit knapp 45 Langfilmen aus dem Bereich des unabhängigen Kinos ist das Fest auch in diesem Jahr quantitativ und qualitativ bestens besetzt. „Oldenburg gilt eben als Ort cineastischer Entdeckungen“, meinte Neumann am Dienstag.

Das hätten auch Regisseure und Produzenten längst registriert: Über 1000 Beiträge wurden eingereicht, und unter denen, die angenommen wurden, „gibt es mehr Debütfilme als jemals zuvor in unserem Programm“.

Obwohl noch kräftig an den Inhalten gebastelt wird, stehen schon einige Höhepunkte fest. Dazu zählt der erste Western des amerikanischen Horrorspezialisten Ti West, der für „In a Valley of Violence“ Stars wie Ethan Hawke und John Travolta gewinnen konnte.

Sonja Kinski kommt

Für Aufsehen sorgen dürften auch „Twisting Fate“ vom Franzosen Christophe Lioud, „She’s Allergic to Cats“ vom amerikanischen Regisseur Michael Reich und die deutschen Produktionen „Die Hände meiner Mutter“ von Florian Eichinger und „Das letzte Abteil“ des Oldenburgers Andreas Schaap.

Ganz besonders freut sich Torsten Neumann zudem, dass sein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen ist: eine Retrospektive der Arbeiten des bekannten französischen Filmemachers Christophe Honoré.

Der nach Expertenmeinung „legitime Erbe der Nouvelle Vague der 1950er Jahre“ war schon im Jahr 2002 mit seinem Debüt „17 fois Cecilé Cassard“ Gast in Oldenburg und kehrt nun mit alten und neuen Arbeiten zum Festival zurück.

Neben Honoré werden weitere bekannte Filmschaffende erwartet, darunter die Schauspieler Sonja Kinski (Enkelin von Klaus Kinski, 1926–1991), Noémi Merlant (Gewinnerin des französischen „César“ 2013) und Ellis Cahill (USA). Kurz vor einer Zusage stehen laut Neumann zudem auch die Stars wie Ethan Hawke und Jessica Schwarz.

Spannung garantiert

Überhaupt: Vier weitere Stars werben ab sofort für das Filmfest Oldenburg, dessen Etat erneut bei etwa 310 000 Euro liegt. Und Faye Dunaway, Steve McQuenn, Will Ferrell und die weiße Katze aus „James Bond jagt Dr. No“ stehen im Mittelpunkt der neuen Plakat-Kampagne fürs Festival.

Das Signal ist also eindeutig: Es dürfte spannend werden.

Alle Informationen rund um das Filmfest Oldenburg gibt es in unserem Spezial.

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