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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Auszeichnung: Schon mit 18 an Kunstakademie

11.01.2013

Oldenburg Die Wahl fiel nach langer Diskussion, aber sie fiel am Ende einstimmig: Den diesjährigen Förderpreis der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg bekommt Jan Pleitner. Der Künstler ist 28 Jahre jung. Die renommierte Auszeichnung war diesmal für den Bereich der Malerei ausgeschrieben, die Zahl der Einsendungen war recht übersichtlich.

Mutig und farbkräftig

Pleitner wurde 1984 in Oldenburg geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Wüsting, Oldenburg, Kirchhatten und regelmäßig auf Borkum. Er besuchte die Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg, später die Fachoberschule für Gestaltung, die er aber vorm Abitur abbrach. Pleitner hatte beschlossen, sich an der Kunstakademie Düsseldorf zu bewerben. Dort wurde er durch die „Feststellung der besonderen Künstlerischen Fähigkeiten“ mit gerade mal 18 Jahren angenommen.

Pleitner studierte bis 2011 bei Jörg Immendorff und Professor Tal R. Von 2009 bis 2011 unterhielt er ein Atelier in Köln und Düsseldorf, von 2011 bis 2012 in Berlin. Er arbeitet in Düsseldorf, ist aber auch oft im Norden. Ausstellungen gab es bisher schon reichlich. So zeigte er 2004 bereits Werke in der Oldenburger Galerie Zeitraum, zuletzt in Mexiko oder Neumünster. Pleitners Gemälde überraschen, weil sie mutig, dicht und farbkräftig sowie abstrakt eine immer stringente Handschrift tragen. Seine neuen Arbeiten lassen sich, wie heute so häufig, kaum zuordnen. Klar ist, dass Pleitner offenbar keinen seinen Lehrer, auch nicht Immendorff, kopiert.

Unter einem seiner abstrakten Bilder steht keck als Titel „Ich hab den Text vergessen“. Und eine „Treppe“, so der Titel eines Ölgemäldes, ist bei ihm natürlich nicht eine Treppe, sondern ein verwinkeltes, fast kubistisches Werk. Formate bis zu zwei Metern sind nicht selten, das verstärkt die Wirkung der Farben, bei denen sich eine Vorliebe für Blau herausschält.

Rundum wohlfühlen

Der Künstler, der sich am Donnerstag naturgemäß sehr erfreut zeigte, wird seine mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung im April oder Mai im Stadtmuseum Oldenburg entgegennehmen, dann zeigt man auch eine Schau seiner Werke. Zudem spendiert die Öffentliche Versicherung einen Katalog – der zum elften Mal verliehene Preis erweist sich so als Rundum-Wohlfühl-Paket für Künstler.

Der Jury gehörten an: Monika Schnetkamp (Sammlerin), Dr. Viola Weigel (Kunsthalle Wilhelmshaven), der Sammler Dr. Harald Frisch (Berlin), der Maler Michael Ramsauer (Oldenburg), Dr. Friedrich Scheele (Stadtmuseum Oldenburg), Horst Schreiber (Vorstandsmitglied der Öffentlichen Versicherungen), Dr. Frank Schmidt (Kunsthalle Emden) und der Leiter der NWZ -Kulturredaktion, Dr. Reinhard Tschapke.

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