SCHORTENS - Hinter den Erwartungen etwas zurückgeblieben ist der „Markt der Möglichkeiten“ zugunsten des Elternvereins krebskranker Kinder. Zwar trugen viele Akteure am verlängerten Feiertagswochenende zum Gelingen der Veranstaltung im Bürgerhaus bei. Die Besucherresonanz blieb jedoch durchwachsen. Bei traumhaft schönem Spätsommerwetter boten verkaufsoffene Sonntage in der Region, mehrere Erntefeste, Konzertveranstaltungen oder auch schöne Stunden im eigenen Garten offenbar zu viele Alternativen.
Dennoch: Musik, Tanz- und Showveranstaltungen wie auch die am Markt teilnehmenden Händler füllten das Spendenkonto des rührigen Elternvereins. Rund 300 Besucher zog die Schortenser Hardrock-Combo Precept an, die zum Auftakt der zweieinhalbtägigen Veranstaltung am Samstagabend gemeinsam mit befreundeten Musikern für den guten Zweck rockte. Eintrittsgelder und die Erlöse aus einer Versteigerung, bei der neben in Rockerschweiß getränkten Bühnenoutfits auch eine von Gitarrist Brian May signierte Queen-CD einen neuen Eigentümer fand, brachten gut 2000 Euro ein. Weitere Sponsorengelder und die Erlöse der beiden folgenden Tage mit Kaffee-, Kuchen- und Eisverkauf des Elternvereins oder Suppenverkauf durch die Johanniter noch gar nicht eingerechnet.
Neben Tanzvorführungen der Kindergruppen von Sandra Bode vom Heidmühler FC, Modenschauen, Vorführungen der Judoka aus Jever und Märchen-Vorleserin sorgten vor allem die beteiligten Bands wie Garage Down und Annie Soulshine, Last Floor Right, Julisturm, eine Trommlergruppe und die kurzfristig für die wegen Erkrankung abgesagte Monsterrevue eingesprungene Band Fry Box Design für gute Laune.
Im Mittelpunkt stand aber auch die Aufklärung über Krebserkrankung bei Kindern- und Jugendlichen. Infostände und Aussteller von Fachliteratur luden ein zum Gespräch. Ebenfalls dabei war die 1986 gegründete Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzellspenderdatei, die über Möglichkeiten der Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke informierte und zur Typisierung anhand der Abnahme einer Speichelprobe einlud. Mehr als 60 Bürger ließen sich an zwei Tagen testen und in die Spenderdatei aufnehmen.
