Schortens - Ein kleines, aber feines Festival erlebte Premiere im Garten des Waldschlösschens Addernhausen. Mit einer großen musikalischen Bandbreite traten fünf Bands auf – und es war nicht nur geplant als Party mit Musik. Stellung beziehen gegen Intoleranz und Ausgrenzung und zeigen, dass nicht der dumpfe Mob die Meinung in diesem Land bestimmt, war Ziel des ersten Grenzenlos-Festivals.

Dafür hatte sich ein breites Bündnis verschiedener Gruppen zusammengetan. Und es ist kein Zufall, dass das Festival am Weltfriedenstag, dem Gedenktag des deutschen Überfalls auf Polen im Jahr 1939, stattfand. Neben dem Arbeitskreis Gröschler-Haus, dem Jugendparlament mit der Kampagne „Together“, den Integrationslotsen aus Schortens und Jever, dem Freundeskreis Sinti und Roma Oldenburg haben auch zahlreiche Sponsoren das Festival möglich gemacht.

Den Reigen der Bands eröffneten die Sinti Swing Band aus Oldenburg mit Swingjazz vom Allerfeinsten. Das Trio erzeugte schon eine lockere Stimmung. Anschließend spielten Iko Andrae, Ekard Harjes und Andreas Bahlmann. Richtig Fahrt nahm das Festival auf, als Maddox und danach die Grease Time Blues Band die Bühne rockten. Besonders stach der Gitarrist der Blues-Band, Sebastian Schmalz, hervor. Er konnte auch schon mal ein ganzes Stück ohne seine Mitspieler bestreiten.

Abschluss und Höhepunkt bildete Hellhead, die Band, die von sich selbst sagt, sie spiele des Teufels Lieblingsmusik. Sie ließen es richtig laut und heftig krachen an einem wunderschönen Spätsommerabend im Biergarten.