SCHORTENS - „Das ist ein schöner Tag für den Heimatverein und für die Stadt Schortens.“ Mit Bezug auf den ersten Titel des Akkordeonorchesters „Oh Happy Day“ freute sich auch Schortens' Bürgermeister Gerhard Böhling am Sonntag im voll besetzten Bürgerhaus in der Feierstunde zum 80. Geburtstag des Heimatvereins über die erfreuliche Entwicklung des Vereins.

Rechtzeitig zu dem runden Geburtstag konnte die Vorsitzende des Vereins, Gabriele Böhling, in Person von Frauke Baumann das 300. Mitglied begrüßen. Im vorigen Jahr lag die Zahl der Mitglieder noch bei 217. Der Verein sei seinem Ziel, mehr und vor allem jüngere Menschen anzusprechen, innerhalb eines Jahres ein gutes Stück näher gekommen, so die Vereinsvorsitzende.

Vielfältig sind die Aktivitäten des Vereins. Neben dem Heimathaus in der Jadestraße mit seiner Dauerausstellung – der Ostdeutschen Sammlung – baut der Verein eine Ausstellung zu den Olympia-Werken auf und bietet in Arbeitskreisen zu Familienkunde, Heimatkunde und plattdeutscher Sprache zahlreiche Möglichkeiten, sich für die Kultur und Geschichte der eigenen Stadt zu engagieren.

In Planung sind Ausstellungen zum 5. Jahrestag der Schortenser Stadtwerdung unter dem Titel „12 Orte werden eine Stadt“ und eine Ausstellung zum Thema „Feuerwehr“.

Auch die treuen Mitglieder des Vereins wurden gebührend gewürdigt: sechs Mitglieder konnten für 20-jährige Mitgliedschaft und weitere sechs für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Für die Gäste der Feierstunde hielt die Vorsitzende noch eine Überraschung bereit. Nach einer Pause zog Schortens' Mühlenkönigin Miriam Völkert eine Reihe von Losen, die manchem Gast einen attraktiven Preis bescherten. Den Hauptpreis, ein Rundflug über Schortens, gewann Kai- Uwe Koscheck.von martin noormann

ACCUM Als neue Majestäten regieren Schützenkönig Carsten Hoffmann und Schützenkönigin Anita Weiß in Accum. Sie wurden am Sonnabend beim Festball im Rahmen des 54. Schützenfestes in ihr neues Amt eingeführt.

Als Adjutanten hatten sie sich Dieter und Marianne Krüger ausgewählt. Vorausgegangen war ein Treffen der Schützen und der Feuerwehr in der Ortsmitte, um das alte Königshaus sicher zum Vereinshaus am Niederweg zu geleiten, wo bereits eine große Festgesellschaft auf den jährlichen Höhepunkt des Festes wartete.

Viele Abordnungen

Als Schützenpräsident begrüßte Rolf Weiß eine große Runde, darunter zahlreiche Abordnungen befreundeter Schützenvereine aus Friesland und Wilhelmshaven und auch der örtlichen Vereine und Organisationen. Dann musste er zusammen mit Iris Hoffmann als bisher amtierendes Königshaus mit seinem Gefolge abtreten. Dank für die geleistete Arbeit wurde den bisherigen Majestäten musikalisch ausgesprochen. Sofort folgte die Proklamation des neuen Königshauses um Carsten Hoffmann.

Erfreulich ist die Jugendarbeit in Accum, die mit der Proklamation eines eigenen Königshauses des Nachwuchses ihren Ausdruck fand. Das Jugendkönigspaar bilden Jannik Diers und Kira Schuster, es steht ihnen Cassian Diers als Adjutant zur Seite. Glückwünsche der Stadt Schortens übermittelte die stellvertretende Bürgermeisterin Heide Bastrop, die die Jugendarbeit in Accum lobte.

Im Verlauf des schwungvollen Festballes gab es wieder Pokale für die örtlichen Vereine und Organisationen (siehe Info-Kasten). Bei flotter Musik, unterbrochen von der Tombola und anderen Beiträgen, wurde der Höhepunkt des Schützenfestes gefeiert.

Das Festprogramm war am Freitag „unter erschwerten Bedingungen" gestartet. Der Aufbau der Stände und Zelte für den Flohmarkt und die Kinderspiele sowie für das leibliche Wohl und die Unterhaltung gestaltete sich bei anhaltendem Regen und recht starkem Wind sehr schwierig.

Keine Kinderspiele

Obwohl zum Start nach der Mittagspause der Regen nachgelassen hatte, waren die Kinderspiele nicht möglich. Der Bürgerverein musste seit vielen Jahren zum ersten Mal „die Segel streichen“, es fehlte an jungem Publikum. Die Beteiligten am Flohmarkt hatten sich auf die Bedingungen eingestellt. Der größere Teil der Besucher hatte in den Zelten Zuflucht gesucht. Von hier war für eine Bratwurst ein schneller Sprung zum Grill noch möglich, wo Folkert und Olga Eyhusen aushielten und alle versorgten.

Reger Betrieb

Etwas entschädigt wurden die Organisatoren am Sonnabend. Zur Eröffnung des Festplatzes gab es erstmals Sonnenschein und mit Verzögerung entwickelte sich doch noch ein reger Betrieb. Am Sonntag klang das Schützenfest nach einem Frühschoppen dann mit einem gemeinsamen Mittagessen aus.