SCHORTENS - Die Idee, einen Film über das Drehen eines Films zu machen oder ein Buch über das Schreiben eines Buches zu schreiben ist ja so neu nicht. Was aber die Laisenspieler der Heimatbühne Schortens zeigen werden, wenn sie ihren neuen Schwank über eine völlig aus dem Ruder laufende Boulevardkomödie auf die Bühne bringen, quasi Theater im Theater machen und sich selbst spielen, darauf darf man schon gespannt sein.

„Nix as Kuddelmuddel“ heißt der tolldreiste Schwank, der im Original von Jürgen Hörner stammt und den die Theatertruppe derzeit unter Regie von Burkhard Milverstädt probt. Insgesamt sieben Aufführungen sind im Bürgerhaus Schortens geplant. Der Vorhang zur Premiere hebt sich am Sonntag, 26. Oktober, um 20 Uhr. Karten gibt es ab sofort im Bürgerhaus.

In dem Stück zeigen die Akteure dem Publikum zunächst die Generalprobe für eine Boulevardkomödie. Doch die Probe geht gründlich in die Hose, der Regisseur (Frank Schreiber) ist verzweifelt und offenbar völlig überfordert. Denn er hat weder seine Komödie um Wahrsagerin Kassandra und deren Probleme mit Kundin Tilda, mit ihrer Haushälterin, dem Mann von der Telekom sowie einem kopflosen Techniker im Griff, noch seine Schauspieler. Murphys Gesetz gilt: Was schief gegen kann, geht schief.

Oder wird sogar noch schlimmer. War die Generalprobe schon ein Alptraum, so gerät im zweiten Akt die Premiere vollends zur Katastrophe: Kassandra ändert wegen privater Eifersucht mal kurz das Drehbuch, ein Darsteller erscheint sturzbetrunken und schließlich bricht sogar die Kulisse zusammen . . .

„Nix as Kuddelmuddel“ ist eine auf die komische Spitze getriebene Liebeserklärung der Heimatbühne ans Theater. In den Doppelrollen agieren Dörte Wulf, Marlies Milverstädt, Heiner Hildebrandt, Dagmar Kwidor, Frank Schreiber, Fabian Milverstädt und Vanessa Semmler.

Damit das, was geplant schief gehen soll, auch klappt, sorgen hinter den Kulissen etliche Mitglieder der Heimatbühne für ein koordiniertes Kuddelmuddel: Das sind Thomas Radowski, Dieter Reents, Günter Konken, Ulli Eckhard und Michael Wulf für den Bühnenbau, außerdem Christan Neumann, Pia Wulf und Michael Wulf für die Beleuchtung und Technik. Um die Requisite kümmern sich Vanessa Semmler, Anna Inden, Vivian Wulf, Julia Miener und Sarah Miener sowie Dagmar Kwidor und Birgit Konken (Maske) und die Souffleusen sind Birgit Konken und Martina Kotzlowski.