SCHORTENS - Er hält sich auffällig unauffällig im Hintergrund. Wenn er jedoch allein die Gitarre spielt ist sofort klar, dass Bob Gray aus Schortens der musikalische Kopf dieser doch durchaus bunten Truppe von unterschiedlichen Musikern ist, die am Mittwochabend nach und nach die Bühne des Bürgerhauses bevölkern. Alles, was gut und schön ist in der populären Musik seit den sechziger Jahren, haben sie dabei.
Da ist zunächst einmal Holger Herbert Kaiser. Er eröffnet mit „Big Brother is Watching You“. Und damit ist klar: Er steht für den handgemachten Blues und wird im Lauf des Abends noch einiges davon präsentieren. Mit „Dead Flowers“ von den Rolling Stones stellt sich Jens Huismann vor. Und damit ist das Trio schon voll in den sechziger Jahren angekommen. Da darf natürlich auch die alte Beatles-LSD-Hymne „Lucy in the Sky with Diamonds“ nicht fehlen.
Doch noch ist die Session nicht komplett. Kathrin Strauch-Breer, in der Region bekannt als Sängerin der Two Voices, ergänzt das Trio um die Country- und Pop-Variante. Mit dem Nancy-Sinatra-Hit „Jackson“ hat sie sofort mit ihrer klaren Stimme das Publikum erobert. Mit Musik von den Eagles, Rod Steward oder Katie Melua ist sie ganz schnell die Frontfrau der Band.
Ihren ersten großen Auftritt haben auch die A-Cappella- Sänger um Petra Fuchs aus Schortens. Obwohl sie noch nicht mal einen Namen haben, legen sie schon einen ganz beeindruckenden Auftritt hin. Mit „Mad World“ und dem Beatles-Klassiker „We can Work it out“ haben sie ein überzeugendes Debüt im Bürgerhaus. Und die Begeisterung steigt noch einmal, als dann am Schluss sich alle Musiker mit „Let it be“ stimmungsvoll verabschieden.
Spaß an ganz unterschiedlicher Musik bestimmte den Abend. Auch wenn die Musiker das Ein- und Ausstöpseln der Gitarren noch ohne ohrenbetäubendes Krachen hinkriegen müssen, darf man sich von dieser Musik durchaus mehr im Bürgerhaus wünschen.
