SCHORTENS - Das Bürgerhaus Schortens ist weiterhin ein starker Besuchermagnet für die Bürger der Stadt und aus dem Umland. Im vergangenen Jahr hat es dort 318 Veranstaltungen gegeben, erklärte Bürgerhaus-Leiter Uwe Burgenger am Mittwoch bei der Vorstallung seines Jahresberichts im Schortenser Ausschuss für Sport, Kultur und Tourismus. Das seien nicht nur fast zehn Prozent mehr Veranstaltungen als im Vorjahr, sondern auch die zweithöchste Zahl an Veranstaltungen in fast 25 Jahren Bürgerhaus. Mehr als 50 000 Besucher kamen dazu ins Bürgerhaus. Diese Zahl bewege sich im Rahmen der Vorjahre.
Erfolgsgarant Kultur-Abo
Stärkste Monate mit jeweils 5000 Besuchern und mehr sind Februar und März sowie der Zeitraum von Oktober bis Dezember. Ausreißer nach oben mit mehr als 9000 Besuchern war auch 2011 wieder der Juli – dann stehen alljährlich die Konzertreihe „Schortenser Sommer“ und der große Kunsthandwerkermarkt auf dem Programm.
Rechnete man die Zahlen der ebenfalls im Bürgerhaus ansässigen Stadtbücherei sowie die vielen Vereine und Gruppen hinzu, die sich regelmäßig im Bürgerhaus treffen, so hatte des Bürgerhaus 2011 rund 110 000 Besucher, sagt Burgenger.
Garant für die hohe Besucherzahl sei das Kultur-Abo. Für die laufende Spielzeit seien 719 Kultur-Abos verkauft worden – auch das die zweithöchste Zahl in 25 Jahren Bürgerhaus-Erfolgsgeschichte. Durch die Einbindung in das Abo erreiche das Bürgerhaus auch bei Veranstaltungen, die im freien Verkauf schwer zu vermarkten seien, beeindruckend hohe Besucherzahlen. 32 der „großen Abendveranstaltungen“ mit Comedy und Kabarett, Theater, Kleinkunst und Konzerten habe es 2011 gegeben. Bei zehn Gastspielen war das Bürgerhaus „restlos ausverkauft“. Künstler wie Willy Astor und Jürgen Becker, das Oldenburger Theater Laboratorium, The Cavern Beatles, Sänger Klaus Lage und Comedian Matze Knop seien nur einige Höhepunkte gewesen. Zudem haben viele kleinere Veranstaltungen zwar nicht das große Publikum gezogen, aber das Programm in seiner Vielfalt erheblich bereichert, meint Uwe Burgenger.
Die Anzahl derer, die ihre Karten über das Internet ordern, mache zurzeit rund ein Drittel des Gesamtvolumens aus. Zwei Drittel der Karten verkaufe das Bürgerhaus an seine Abonnenten – und das oft ein Jahr im voraus.
Potenzial in Gastronomie
Eine einschneidende Veränderung für das Bürgerhaus war der Pächterwechsel Mitte 2011. „Wir erleben seitdem Gastronomie in einer anderen Qualität“, sagt Burgenger. Dass darin ein bislang nicht genutztes Potenzial liegt, zeigten die Feiern, die in den vergangen Monaten bereits stattgefunden haben und die für das neue Jahr bereits angemeldet sind.
Nachdem die neue Mehrheitsgruppe von SPD, Grüne und FDP vor wenigen Tagen angekündigt hatte, die Sanierung von Küche, Foyer und Atrium im Bürgerhaus mit Kosten von rund 145 000 Euro auf das Jahr 2013 zu verschieben, könnte das Vorhaben nun doch 2012 umgesetzt werden. Grund ist ein neues Förderprogramm des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, nach dem offenbar bis zu 75 Prozent der Kosten bezuschusst werden könnten. Die Verwaltung prüft nun, ob und in welcher Höhe eine Förderung möglich ist.
