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Trauerkultur Kirche saniert Friedhofskapelle

Schortens - Die ev.-luth. Kirchengemeinde Schortens will die Kapelle mit Nebengebäuden auf dem neuen Friedhof Schortens an der Plaggestraße im kommenden Jahr umbauen und sanieren. Rund 350 000 Euro wird das kosten. Die Stadt Schortens will das Vorhaben mit 87 500 Euro unterstützen.

Trauerkultur verbessern

Pastor Falko Schilling stellte das vom Gemeindekirchenrat und seinem Friedhofsausschuss erarbeitete Sanierungsprojekt und den Entwurf jetzt im städtischen Ausschuss für Soziales, Ordnung und Verkehr vor. Die Kirchengemeinde ist Trägerin des Friedhofs. Schilling zufolge umfasst das Bauvorhaben den Umbau der Kapelle und die Neugestaltung der Nebengebäude.

„Durch die geplanten Maßnahmen soll eine erhebliche Verbesserung der Trauerkultur, eine zeitgemäße Sanitärausstattung und den Anforderungen entsprechende Ar­beitsbedingungen für alle Beteiligten, insbesondere für die Friedhofsmitarbeiter, erreicht werden“, so Schilling. Die Kirchengemeinde tritt damit auch Befürchtungen entgegen, dass die Aufbahrungsräume der Friedhofskapelle nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die letzte Baumaßnahme und Renovierung der Kapelle liegt 20 Jahre zurück. Schortens’ Gemeindekirchenrat hat bereits im vergangenen Jahr beschlossen, die Kapelle und die dazugehörende Infrastruktur in einen zeitgemäßen Zustand zu bringen. Nun sind die Pläne weit fortgeschritten.

Die Maßnahmen sollen sowohl für Trauernde und Trauergemeinde sowie für Friedhofsbesucher als auch für Mitarbeiter deutliche Verbesserungen bringen, sagte Schilling.

Zwei Friedhöfe

Das Vorhalten von Friedhöfen gehört in Niedersachsen zu den Pflichtaufgaben der Städte und Gemeinden. Zu etwa 50 Prozent werden die Friedhöfe in kirchlicher Trägerschaft betrieben – so wie in Schortens.

In Schortens hat die Kirche noch eine Monopolstellung in Sachen Friedhof. Es gibt den Kirchhof direkt bei der St. Stephanus-Kirche, auf dem auch heute noch Bestattungen erfolgen können, und den großen Friedhof an der Plaggestraße.

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